Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen: Dörverdener Eltern zeigen großes Interesse an Vortrag in der Oberschulmensa

„Sie können sicher nicht besser mit der Technik umgehen als Ihr Kind“

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Schulleiter Joachim Kruse bedankte sich bei Moritz Becker (l.) für den Vortrag.

Dörverden - Massenweise Nachrichten auf Facebook oder WhatsApp: Für die meisten Kids ist das heutzutage die Regel. Wie der Nachwuchs diese Medien nutzt und warum dabei manch einer allzu sorglos andere an seinem Leben in sozialen Netzwerken teilhaben lässt, erläuterte jetzt der Sozialpädagoge Moritz Becker vom Verein Smiley.

Zu einer Abendveranstaltung über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen waren Eltern und Interessierte in die Mensa der Aller-Weser-Oberschule Dörverden eingeladen. Der Vortrag von Moritz Becker unter dem Titel „Jugendliche bei WhatsApp, Facebook und Instagram: Was geht uns Eltern das an?“ fand reges Interesse. „Sie können die Kinder im Internet nicht kontrollieren“, stellte Becker gleich eingangs klar. „Sie können sicher nicht besser mit der Technik umgehen als Ihr Kind.“ Zudem sei das Thema schwierig für Eltern, da sie diesbezüglich Erziehungsregeln aufstellen müssten, die sie selbst nie gelernt hätten, da es zu ihrer Zeit noch gar kein Internet gegeben habe. Also wie soll eine Generation den Kindern und Jugendlichen einen kompetenten Umgang mit Internet und Smartphones vermitteln, die selbst ohne diese Technik groß geworden ist?

Hier machte Becker schnell deutlich, dass sich an der Quintessenz eigentlich nichts geändert habe durch die neuen Medien, da auch heutzutage die Heranwachsenden dem Prozess der Identitätsfindung unterworfen wären. Daher seien sie unbekümmert und neugierig, und benötigten viel Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die Verhaltensweisen der jungen Menschen, so Becker, seien folglich gleich geblieben, verändert hätten sich lediglich Instrumente und Rahmenbedingungen. Eltern könnten ihre Kinder insbesondere dadurch unterstützen, dass sie ihnen viel Aufmerksamkeit entgegenbrächten und ihnen gegenüber Vertrauen und Anerkennung zeigten, so Becker, der seine Theorie durch eine Fülle von Beispielen und launigen Anekdoten kurzweilig veranschaulichte.

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