Verführerische Chansons von Gabriele Banko

„Lieder, die ich sehr mag“

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Ein musikalischer Abend mit raffinierten Leckereien muss als einer der Höhepunkte in der Veranstaltungsreihe eingeordnet werden.

Dörverden - Viel Werbung müssen die H.F.-Wiebe-Stiftung und der Verein Ehmken Hoff für ihre kulturellen Veranstaltungen kaum noch machen. Oft reicht schon eine kleine Ankündigung, um die Zuschauerreihen in Kochs Hof oder im Ehmken Hoff zu füllen.

So auch am vergangenen Sonnabend bei „Musik, Wein und kleine Gaumenfreuden“, wo annähernd 80 Besucher die professionelle Interpretation von Chansons mit Gabriele Banko nebst kulinarischen Schmankerln genossen. Gabriele Bankos Stimme ist ein Ereignis für sich: tief, rau, sinnlich, sexy. Eine Stimme, die den von ihr ausgewählten Chansons und Liedern von Hildegard Knef über Lale Andersen oder Alexandra bis hin zu Dalida eine besondere Note gab. 

Mit Johannes Grundhoff am Flügel gestaltete die Sängerin den musikalischen Part des Abends, dem sie durch viele persönliche Anspielungen eine ganz individuelle Note gab. Ein Traum von Banko war, Sängerin zu werden. Den hat sie sich – allen familiären Unkenrufen zum Trotz – ebenso erfüllt wie den Wunsch, Chansons zu singen. 

Und so rückte die Sängerin auch in Dörverden vor allem ihre ganz persönlichen Vorlieben in den Mittelpunkt des Konzertprogramms und sang Lieder, „die ich sehr mag“. Dazu passte der alte Dalida-Ohrwurm „Er war gerade 18 Jahr“. Mittlerweile sei sie selbst drei mal 18 Jahr plus zwei, gestand die Sängerin, die mit der musikalischen Auswahl von Liedern ihr Publikum ebenso wie sich selbst beglückte. 

Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme trug Banko die dem Publikum überwiegend bekannten Chansons und Schlager vor; Lieder, die berührten aber auch amüsierten und die beim Publikum begeisterte Reaktionen auslösten. So verlockte das „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe“ den Pianisten zu diversen Kommentaren, vor allem, als Banko im Text vom Original abwich und sich inhaltlich mit dem beschäftigte, was Frauen alles tun, um schön zu sein und möglichst lange zu bleiben. Sie sang von Botox, Haarentfernung an intimsten Stellen oder vom Sonnenbrand im Solarium, was das Publikum mit viel Gelächter quittierte.

Kurzum: Gabriele Banko ist längst eine gereifte Sängerin im besten Sinn, die ihr Publikum unterhält und mit ihrer Stimme fesselt. Großes Beiwerk braucht sie dafür nicht. Ein Begleiter, in diesem Falle der Pianist Johannes Grundhoff, genügt, zumal der diese Aufgabe ebenso präzise wie gekonnt erledigte.

Für den kulinarischen Hintergrund hat die Aktionsgruppe „Kochen & Backen“ um Ursula Fischer gesorgt. Das winterlich geprägte Fingerfood-Buffet, zu dem dazu passende Weine serviert wurden, fand reichlich Zuspruch und wurde ebenfalls mit viel Lob bedacht. Bleibt zu hoffen, dass Stiftung und Verein auch in Zukunft noch viele solcher nicht alltäglichen Veranstaltungen organisieren.

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