Weiterer Defibrillator für Dörverden

Kurzer Stromstoß rettet Leben

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Klein, aber von großer Wirkung: Heidrun Serbatoio und Ingo Fischer (re.) überreichten den Defibrillator an Bürgermeister Alexander von Seggern.

Dörverden - Wenn das Herz aus dem Rhythmus kommt, können Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Da heißt es, schnell handeln. Die Gemeinde Dörverden ist jetzt im Besitz eines weiteren Defibrillators, der leicht bedient werden kann, da die Anwendung durch konkrete Sprachanweisung erfolgt.

„Es ist schön, die Geräte zu haben, aber ich hoffe, dass wir sie nie brauchen werden“, sprach Bürgermeister Alexander von Seggern der Vorsitzenden des DRK- Ortsvereins Dörverden, Heidrun Serbatoio, und deren Vorstandskollegen Ingo Fischer seinen Dank für deren Engagement aus.

Der Defibrillator wurde öffentlich zugänglich im Eingangsbereich der Altentagesstätte im Karl-Luhmann-Weg angebracht. Damit sind mittlerweile acht Defis in der Gemeinde installiert, die den Menschen ein Stück mehr Sicherheit bieten sollen. Die Geräte sind mehrheitlich öffentlich zugänglich, damit Menschen in lebensbedrohlichen Situationen wie Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern, effektive Hilfe erfahren können. Das DRK hat das Gerät finanziert und die Gemeinde für die technischen Voraussetzungen gesorgt.

Laut Statistik sterben in Deutschland pro Jahr über 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Die Defibrillation, so Fischer, sei die einzige realistische Chance, um ein tödliches Kammerflimmern zu beenden und so den möglichen Tod zu verhindern. Und nach den bisherigen Erfahrungen steigen die Überlebenschancen für die Betroffenen durch den frühzeitigen Einsatz von Defibrillatoren deutlich an, wenn bis zum Eintreffen des Notarztes mehr als fünf Minuten vergehen.

Glaubt man den Prognosen, könnte die Überlebensrate sogar bei 90 Prozent liegen. Voraussetzung sei, so Fischer, dass eine schnelle Reanimation der Herzpatienten erfolge. Beim Kammerflimmern helfe ein gezielter Stromstoß. Und genau diesen könne, dank der neuen, selbsterklärenden Defibrillatoren-Generation, jeder Laie ausüben, ohne sich oder den Patienten zu gefährden. Sogar ohne eine Schulung kann dieses Gerät eingesetzt werden.

Handhabung denkbar einfach

Fischer: „Die Handhabung ist denkbar einfach. Nach dem Öffnen des Gerätedeckels startet eine automatische Sprachansage mit allen erforderlichen Anweisungen für den Einsatz. Zunächst werden die Elektroden aufgeklebt, dann erfolgen die Analyse des Herzrhythmus' sowie die Stromabgabe automatisch. 

Die weitere Versorgung wie Herzdruckmassage oder Beatmung wird ebenfalls durch das Gerät angesagt und bis zur nächsten Rhythmusanalyse wiederholt.“ Die Handhabung sei kinderleicht und es gäbe daher nur eines, was der Laie im Notfall falsch machen könne, nämlich nichts zu tun.

Bei allen in der Gemeinde Dörverden installierten Defibrillatoren analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrillation notwendig ist. Die Geräte sind durch ihre Bau- und Funktionsweise zwar besonders für Laienhelfer geeignet, dennoch wird Fischer zeitnah in Barme und in Dörverden mehrere Schulungen durchführen.

Außerdem wird er im Rahmen des Blutspendetermins in Dörverden, am Donnerstag. 8. Juni, 16 bis 20 Uhr, schon einmal die Funktion und Handhabung des Geräts erklären.

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