Historischer Schafstall zieht auf das Ehmken-Hoff-Gelände / Denkmalschutz angestrebt

Kulturgut sichert sich weiteres Schmuckstück

Eine Fachfirma hat den historischen Schafstall in Rohrsen abgebaut. Der Wiederaufbau in Dörverden ist für das Frühjahr geplant.
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Eine Fachfirma hat den historischen Schafstall in Rohrsen abgebaut. Der Wiederaufbau in Dörverden ist für das Frühjahr geplant.

Dörverden – Das Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden ist eine Erfolgsgeschichte und der Arbeitseifer vieler aktiver Mitgieder ist immer noch ungebrochen. Dafür spricht auch das neueste Vorhaben, das auf dem Gelände des Kulturgutes geplant ist.

Ein historischer Schafstall, der ursprünglich in Rohrsen stand und der Ende vergangenen Jahres durch Mitarbeiter der Firma „Fach & Werk“ fachmännisch abgebaut worden war, wird in neuem Glanz erstrahlen – auf dem Kulturgut in Dörverden. Nach erfolgreicher Aufarbeitung des Fachwerkgerüstes durch den Fachbetrieb soll der Schafstall in diesem Jahr auf dem Kulturgut neu errichtet werden, um das sehenswerte Gebäude-Ensemble zu erweitern. „Es wird sicher ein weiteres Schmuckstück werden“, ist auch Dieter Sprei vom Stiftungsvorstand bereits voller Vorfreude über den Zugewinn des historischen Stallgebäudes, das an die Zeit erinnert, als die Schafhaltung noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die ländliche Bevölkerung hatte.

Sprei erzählt, dass mit der Aufarbeitung der Balken bereits begonnen worden sei. „Die Zimmermannsarbeiten sind umfangreich. Ein nicht unerheblicher Teil des Fachwerkgerüstes im unteren Bereich muss ergänzt werden, der obere Teil braucht nur kleine Ausbesserungen, auch der Dachstuhl wird erneuert. Insgesamt wird das Endergebnis aber wieder ein Zeugnis von guter alter Handwerksarbeit sein.“

Sprei, der das Vorhaben koordiniert, hat auch einige Daten parat und erzählt, dass die ältesten Teile, auch der in der Fotografie erkennbare Dachstuhl, aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammten und um das Jahr 1750 datiert seien. „Die Reetdächer waren in damaliger Zeit besonders steil, damit das Regenwasser schneller abfließen konnte. So hielten die Dächer wesentlich länger als bei flacheren Neigungen.“

Der Start für den Wiederaufbau des Stalls ist nach Erteilung der hierfür erforderlichen Genehmigungen für das Frühjahr geplant. „Der Wiederaufbau wird in Etappen vorgenommen, Gewerk für Gewerk, sodass mit der Fertigstellung nicht vor Herbst zu rechnen ist“, sagt Sprei. Darüber hinaus sei beabsichtigt, wie zuvor schon bei Kochs Hof und Ehmken Hoff sowie beim Speicher geschehen, auch den Schafstall unter Denkmalschutz stellen zu lassen.  nie

Der Stall erinnert an Zeiten, als die Schafhaltung noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die ländliche Bevölkerung hatte. repro: Niemann

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