Initiative stellt Waldkindergarten-Idee vor / 18 Eltern zeigen Interesse

Konzept mit Herausforderungen

Auch bei Regen wird in einem Waldkindergarten draußen gespielt. Wie sich das anfühlt, konnten interessierte Eltern und Kinder beim Infotreffen bereits einmal ausprobieren. Foto: Niemann

Dörverden – Ein Waldkindergarten soll bereits ab September kommenden Jahres das Kita-Angebot in der Gemeinde Dörverden ergänzen. Einige Eltern haben sich inzwischen im Trägerverein „Naturerlebnis Wald Dörverden“ zusammengeschlossen. Nun waren Interessierte eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen, Fragen zu stellen und sich umfassend über das Vorhaben zu informieren.

Es goss in Strömen. Wetter, bei dem man eigentlich keinen Hund vor die Tür jagt, doch im Wald, im Bereich der sogenannten Hasenkurve in Diensthop, waren neben 40 großen auch allerhand kleine Gestalten unterwegs. Vor allem die Kurzen ließen sich vom Wetter in keiner Weise beeindrucken. Bis in die Haarspitzen in regenfestes Outfit gesteckt, wühlten sie im Matsch, sprangen in Wasserpfützen und genossen das Spielen in der Natur, sodass die Erwachsenen einen fast schon authentischen Eindruck vom Alltag in einem Waldkindergarten bekamen. „Das Wetter macht den Kindern nichts aus. Es kommt nur auf die entsprechende Kleidung an“, so der Tenor.

Draußen spielen, lernen und die Natur mit allen Sinnen erfahren – das wünschen sich aktuell 18 Elternpaare für ihre Kinder. Deshalb haben bereits vor Monaten Mütter und Väter aus der Gemeinde zur Selbsthilfe gegriffen, um einen Waldkindergarten zu gründen, in dem Drei- bis Sechsjährige von 8 bis 13 Uhr betreut werden. Geplant sind 15 Plätze. Bei allzu schlechtem Wetter ist ein Bauwagen als Rückzugsort geplant.

Natürlich sei das Konzept mit verschiedensten Herausforderungen verbunden, erfuhren die interessierten Besucher. Beispielsweise müsse die Umgebung sicher sein, auch eine Kompost-Toilette soll es geben. Dass ein so spezielles Betreuungskonzept nicht nur von den Erziehungsberechtigten bewusst gewählt, sondern auch von den Betreuern gelebt werden muss, zähle ebenfalls zu den Herausforderungen. Aber auch diesbezüglich hätten die Verantwortlichen die Fühler längst ausgestreckt und bereits das Interesse von zwei Pädagoginnen geweckt, die für die Erfordernisse, die ein Waldkindergarten mit sich bringt, geeignet seien.

Die politischen Parteien unterstützten die Idee, spiele das Vorhaben der Gemeinde doch in die Karten, die für ausreichend Betreuungsangebote sorgen muss.  nie

Kontakt zum Verein ist

möglich per E-Mail an waldkiga.diensthop@posteo.de. Die Vorstandsmitglieder stehen auch telefonisch für Auskünfte zum Waldkindergarten-Konzept zur Verfügung: Yvonne Allerheiligen, 0162/1028877, Jens Gliessmann, 0173/6872980, und Lisa Paulsen, 04239/1315.

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