Gemüse-Abo Dörverden steigert Umsätze

Kontaktlos, bio und regional durch die Pandemie

Montags herrscht in der Packhalle Hochbetrieb und die Kisten werden je nach Bestellung kombiniert. Hier packt Michael Duwe Blumenkohl für die Kunden in die Kiste.
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Montags herrscht in der Packhalle Hochbetrieb und die Kisten werden je nach Bestellung kombiniert. Hier packt Michael Duwe Blumenkohl für die Kunden in die Kiste.

Dörverden – Die Corona-Pandemie sorgt seit über einem Jahr für negative Schlagzeilen. Das Gemüse-Abo in Dörverden, der regionale Lieferservice für Gemüse und Obst und Bioprodukte aller Art, konnte hingegen die Umsätze sogar steigern und hat neben der Anzahl der Mitarbeiter auch die Lieferfahrzeuge aufgestockt.

Seit 23 Jahren nachhaltige Lieferung von Bio-Ware

Seit rund 23 Jahren ist der von Walter Franzmeier und seiner Frau Karen Dippe gemeinsam geführte Betrieb auf ökologische und nachhaltige Belieferung von Bio-Ware spezialisiert. Und das funktioniert mit den handlich gefüllten Kisten für daheim ebenso wie fürs Meeting im Büro selbst in Pandemiezeiten bestens.

Menschen legen mehr Wert auf gesunde Ernährung

„Ich habe das Gefühl, dass die Menschen seit Corona noch mehr Wert auf eine gesunde Ernährung legen“, meint Franzmeier. „Besonders zu Beginn der Krise haben auch auffallend viele ältere Menschen diese Möglichkeit genutzt. Sie hatten vermutlich Sorge, sich beim Einkaufen anzustecken, während der Lieferservice kontaktlos funktioniert.“

50 Mitarbeiter

Das Team um Franzmeier und Dippe zählt rund 50 Mitarbeiter. Sie arbeiten in der Verpackung, als Fahrer oder im Büro. „In normalen Zeiten wäre die Nachfrage jetzt langsam rückläufig, denn jahreszeitengemäß würde ein Teil der Kunden verreisen“, erzählt Franzmeier.

Große Nachfrage

Doch aktuell sei die Nachfrage groß und keine spürbaren Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Und das habe verschiedene Gründe, wie Franzmeier meint. „Die Leute gehen zum einen nicht mehr so viel einkaufen, um Kontakte zu vermeiden. Die Haushalte sind größer, da viele nach wie vor im Homeoffice arbeiten, Schüler zuhause sind oder weil Studenten wieder im elterlichen Haushalt leben. Und ohnehin wird seit Corona wieder mehr gekocht, da die Leute zum einen mehr Zeit haben und weil man zum anderen ja nicht spontan zum Essen ins Restaurant gehen kann“, zählt Franzmeier ein paar der Gründe auf, die er als ursächlich für die gute Krisenbewältigung im Gemüse-Abo vermutet.

Erfolg auf mehrere Faktoren zurückzuführen

Insgesamt, so Franzmeier, sei der langjährige Erfolg jedoch auf weitere Faktoren zurückzuführen; allen voran die Güte und Frische der Ware mit überwiegend regionalen Bezügen.

Personal war schnell gefunden

Zahl der Beschäftigten aufgestockt

Durch das Mehraufkommen an Bestellungen hat das Unternehmen vor allem im Packbereich die Zahl der Beschäftigten aufgestockt und seinen Fuhrpark um vier zusätzliche Lieferfahrzeuge erweitert. Da Beschäftigte aus der Gastronomie oder auch ältere Schüler sowie Studenten aber momentan dringend Arbeit suchten, habe es hier keine Probleme gegeben und die Personalfrage sei gut gelöst worden.

Franzmeier und Dippe sind jedenfalls froh um ihr Team, das sie als engagiert und fleißig bezeichnen, auch wenn die derzeit geltenden Corona-Hygiene- und Abstandsregeln die Arbeitsabläufe teils erheblich erschwerten. „Das fängt beim Packen der Ware an und hört bei der Lieferung auf.“

Bestellungen meist per Internet

Die meisten Kunden bestellen per Internet unter www.gemueseabo.com, telefonisch kann man sich unter der Hotline 04234/9425790 beraten und sich eine Kiste „maßschneidern“ lassen.  

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