Mehr Sicherheit beim Mähen

Kollege Roboter übernimmt die steilen Hänge

Mähroboter im Einsatz im Bereich der Schleuse Dörverden.
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Gründlich, fleißig und anspruchslos ist der Mitarbeiter, der für das WSV, Außenstelle Verden, zurzeit im Bereich der Schleuse Dörverden im Einsatz ist.

Dörverden – Ein Kollege auf Zeit, der zudem auf Ketten fährt, ist aktuell beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA), Außenbezirk Verden, beschäftigt: ein Mähroboter der Marke Agria. Unter der Bezeichnung Hochgras-Sichelmulcher garantiert er den Mitarbeitern aus Fleisch und Blut ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit.

Erhebliche Arbeitserleichterung

In den vergangenen Jahren waren vor allem die grasbewachsenen Dämme in unmittelbarer Wesernähe für die Mitarbeiter des WSA oft nur schwer zu erklimmen. Besonders im Nahbereich der Schleusen Dörverden und Langwedel hatten sie große Last, die steilen Grünflächen zu mähen. Mit dem wendigen Mähroboter geht die Arbeit nun schon im dritten Jahr erheblich leichter. Der benzinbetriebene Mäher bewegt sich in mehreren Fahrstufen und kann beim Mähen ein Tempo von bis zu acht Kilometern pro Stunde erreichen. Dabei hat er selbst mit unwegsamen Untergründen kein Problem und schafft eine Neigung von bis zu 50 Prozent.

Mehr Sicherheit

Für Carsten Laue vom WSA Verden ist der Einsatz des Mähroboters vor allem ein wichtiger Schritt in Sachen Arbeitssicherheit. Denn durch den Einsatz von Kollege Roboter werde keine menschliche Arbeitskraft eingespart. „In Hanglagen wie den genannten steht ausschließlich eine geringere Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Vordergrund, für die das lange Stehen am Hang sehr belastend sei.“

Der Roboter ermögliche durch die Entkopplung von Mensch und Maschine, dass der Bediener immer an einem sicheren Ort stehe und einzig die Maschine im Risikobereich arbeite. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die Maschine vor- und rückwärts mähen könne, sie auch noch gleichzeitig mulche und bei Problemen, etwa wenn das Benzin knapp werde, einfach stehenbleibe und nicht abgleite. Laue: „Das mit einem Joystick zu lenkende Kettenfahrzeug ist daher ein hoher Garant für Sicherheit.“

Anschaffungskosten in Höhe von 40.000 Euro

Die vergangenen Jahre hat das WSA den Hochgras-Sichelmulcher mehrmals jährlich für jeweils rund eine Woche bei einer Firma nahe Hamburg gemietet. „Die Miete für die Maschine war gut investiert, aber weil wir mit dem Gerät so zufrieden sind, plant das Amt, einen eigenen Roboter zu kaufen“, erzählt Laue, der mit Anschaffungskosten in Höhe von rund 40 000 Euro rechnet.

Zuwegung Fußgängerbrücke neu gepflastert

Laue verweist außerdem auf eine bauliche Maßnahme, die das WSA unlängst im Bereich des Schleusenkanals in Dörverden abgeschlossen hat. „Die Zuwegung zur Fußgängerbrücke über die Weser wurde neu gepflastert“, erzählt er. Der alte Bodenbelag sei sehr schadhaft gewesen. „Der Untergrund bestand noch aus Bitumen und war vollkommen abgängig.“

Über die Neugestaltung der 2 500 Quadratmeter großen Fläche, die auch Bestandteil des Weserradwegs sei, hätte sich jedenfalls neben mehreren Radfahrern und Fußgängern auch eine Rollstuhlfahrerin bereits sehr positiv geäußert.  

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