Kleiderbörse ist Teamarbeit

Alle Hände voll zu tun: Bis in die Nacht hinein wurde aufgebaut. Eine kleine Pause bei Lauchsuppe, die ein Partyservice aus Rethem spendiert hat, gönnten sich Christin Kücker, Nina Wilking, Imke Supthut (v.l.) und Ben. Fotos: niemann

Eine Kleiderbörse zu organisieren, da steckt eine Menge Arbeit drin. Zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – ist die Kinderkleider- und Spielzeugbörse im Gasthaus Zur Mühle in Westen ein Publikumsmagnet. Wieder war Börsenzeit, und wer einen freien Parkplatz unweit des Gasthauses ergattert hatte, durfte sich glücklich schätzen. Als sich gegen 12 Uhr die Tür zur Gaststätte öffnete, drängte die überwiegend weibliche Kundschaft in Scharen hinein.

VON CHRISTEL NIEMANN

Westen – Zweimal im Jahr organisiert das ehrenamtliche Börsenteam mit Christin Kücker, Bettina Lodemann, Tessa Albers, Cornelia Kwiatkowski, Nadine Truffel und Daniela Göllner mit Unterstützung von weiteren Helferinnen die Kleiderbörse im Gasthaus Zur alten Mühle in Westen. Längst hat die Veranstaltung für Gebrauchtes rund ums Kind auch überregionales Interesse geweckt. „Der Ablauf will daher gut organisiert sein“, so die Verantwortlichen.

In der ersten halben Stunde blieben auch diesmal die werdenden Mütter unter sich, dann wurde allen Interessierten Einlass gewährt und die Besucher durften sich auf Schnäppchenjagd begeben. Angeboten wurden Kleidung, Spielsachen, Bücher, Kinderwagen, Autositze, Kleinkinderfahrzeuge und vieles mehr, was für kleine Leute benötigt wird, und das meiste wechselte für kleines Geld seinen Besitzer.

Dass hinter der Second-Hand-Veranstaltung ein beachtlicher organisatorischer und logistischer Aufwand steckt, weiß allerdings kaum einer der vielen Kunden. Denn alles, was der Verkäufer tun muss, ist seine Artikel vorab mit Etiketten und mit Preisen versehen. „Jeder Verkäufer erhält von uns eine Verkaufsnummer und wir verkaufen die Sachen dann zum vorgegebenen Preis“, erklärt Christin Kücker, die wie Cornelia Kwiatkowski erst seit diesem Frühjahr im federführenden Börsenteam mitarbeitet.

Feilschen sei beim Einkauf nicht drin. „Alles wird exakt zu dem Preis abgegeben, den der Verkäufer möchte und was nicht verkauft wird, nimmt der Eigentümer wieder zurück.“

Allerdings sind sowohl die Anzahl der Verkäufer als auch der Warenumfang begrenzt. Lodemann: „Wir vergeben im Frühjahr und im Herbst jeweils rund 50 Nummern. Mehr geht kapazitätsmäßig nicht und im Frühjahr nehmen wir je Verkäufer zwei, im Herbst drei mit Ware gefüllte Klappkörbe an.“ Lodemann schätzt, dass das gesamte Sortiment der Börse rund 10 000 Artikel umfasst.

„Die Veranstaltung funktioniert nur mit guter Organisation, aber wir brauchen einen verlässlichen Pool an Helfern“, erzählt Kücker. In Westen hatten diesmal über 20 Helfer mit angepackt, die an drei langen Abenden und am Verkaufstag mit Auspacken, Sortieren, Arrangieren, Aufhängen, Verkaufen, Kassieren und letztlich auch mit dem Rücksortieren der nicht verkauften Waren beschäftigt waren. Selbstverständlich unentgeltlich.

Auf die Frage, warum einige von ihnen bereits seit Jahren bei der Stange bleiben, sind sich alle einig: „Wir haben viel Arbeit, aber auch viel Spaß“, so die spontane Antwort. Außerdem habe das Engagement gleich zwei wichtige Nebeneffekte: Zum einem würden die Sortimente noch einmal nachgenutzt und zum anderen diene es auch dem guten Zweck, da der Reinerlös der Kinderkleider- und Spielzeugbörse – die Verkäufer treten zehn Prozent ihrer Einnahmen an das Börsenteam ab – einem gemeinnützigen Zweck in der Gemeinde zugutekommt.

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