Kläranlage: Ausschuss verlangt Nachbesserungen von den Planern

Zu viele offene Fragen bei der Photovoltaikanlage

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Der Ausschuss war sich einig, dass es die Schwalbenpopulation im Bahnhofsbereich zu schützen gilt. Die Hinterlassenschaften der Vögel gaben aber Anlass zur Sorge. „Im Außenbereich sind die Vögel besser aufgehoben als im Tunnel. Die Sicherheit geht vor“, fand Norbert Rendels (SPD).

Dörverden - Auf dem Gelände der Kläranlage Dörverden kündigt sich der Bau einer Photovoltaikanlage an, über den der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt auf seiner Sitzung am Donnerstagabend einen Beschluss fassen sollte. Doch dieser wurde vertagt. Die Planer müssen zunächst nachbessern, da die von Steven Rosenthal und Sören Cordes vom Bremer Ingenieurbüro Hansa-Planung vorgetragene Wirtschaftlichkeitsberechnung allzu viele Fragen offen ließ.

Man hatte sogar den Eindruck, dass einige Ausschussmitglieder und Zuhörer über mehr Detailwissen als die Planer verfügten. So kritisierte etwa Walter Franzmeier (Grüne) den errechneten leistungsbezogenen jährlichen Energieertrag von 1000 Kwh/KWP als zu hoch und unrealistisch. Von Udo Weckmann (beratendes Mitglied) wurde gleich die komplette Wirtschaftlichkeitsberechnung in Frage gestellt. Auch in der Bürgerfragestunde wurde das Thema heiß diskutiert. Jürgen Stahlke (Grüne): „Mir kommt ihre ganze Planung geradezu lieblos vor. Da ist viel mehr machbar. Ihre Vorstellung hier ist sehr unprofessionell.“

In dem von Rosenthal präsentierten Rechenbeispiel für den Bau einer Freiflächenanlage, die ausschließlich der Eigenenergieabdeckung der Abwasserreinigungsanlage dienen soll, gehen die Planungen von einem Leistungsbeispiel von 35kWp aus. Die Gesamtinvestitionskosten beliefen sich in diesem Fall auf rund 81000 Euro, die Planungskosten wurden mit 20000 Euro beziffert, so dass sich die Anlage durch die errechnete jährliche Einsparung von 5900 Euro nach 14 Jahren amortisieren soll.

Ein Antrag der UWDuD-FRaktion auf Erhalt und Pflege von Schwalbennestern im Bahnhofsbereich wurde für weitere Diskussionen zunächst zurück in die Fraktionen gegeben.

Einstimmig auf den Weg gebracht wurde indes die Änderung im Flächennutzungsplan, Teilplan 2, „Gewerbliche Bauflächen Barme“ und damit die Teilaufhebung des im Juni 2014 beschlossenen Flächennutzungsplanes. Zum Hintergrund: Wie Johannes Ramsauer von der NWP-Planungsgesellschaft erläuterte, hat die Kreisbehörde im November 2014 die Genehmigung unter Ausnahme einer Teilfläche südlich der Gleisharfe erteilt.

Nach Auffassung der Naturschutzbehörde wurden im Antrag die artenschutzrechtlichen Belange hinsichtlich des Uhus nicht ausreichend behandelt und die Voraussetzungen für eine Waldumwandlung nicht hinreichend geprüft. Diese Kritikpunkte wurden laut Ramsauer inzwischen nachgebessert und ausgeräumt und er äußerte sich zuversichtlich, dass es nach dieser „Ehrenrunde“ keine weitere Probleme im Genehmigungsverfahren geben wird.

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