Kinosaal Westen zieht positive Bilanz / Neuer Freundeskreis gegründet

„Ein Filmabend, für den man gerne aus dem Haus geht“

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Freuen sich, dass das Film- und Musikprogramm im Kinosaal Westen bei der Bevölkerung so gut ankommt: Frank Henscher, Wilfried Dally, Ulrich Reinhardt, Jan Tode, Ulrike Hubbert-Lohmann und Ehler Lohmann (von links).

Westen - Der Kinosaal Westen feierte im Oktober 2012 seine Premiere. Da fand im Saal des Gasthauses Zur Mühle, das jahrelang leer gestanden hatte und kurz zuvor von Ehler Lohmann und seiner Ehefrau Ulrike erworben worden war, der erste Kinoabend statt. Seitdem ist das Angebot aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken. Am Mittwoch, 20. Januar, gibt es ein kleines Jubiläum: Der Kinosaal lädt zu seiner 25. Vorstellung ein.

Ulrich Reinhardt und Jan Tode sorgten schon beim allerersten Abend für ein ansprechendes Ambiente bei den Kinoabenden. Ganz stil-echt, mit einem roten Eingangsteppich, roten Kinovorhängen und einer großen Leinwand. „Alle wollten sehen, was geschehen war“, erinnert sich Ehler Lohmann. „Der Andrang war so groß, dass wir immer mehr Stühle holen mussten“, ergänzt Jan Tode.

Der Kinosaal bietet zum Hauptfilm, der immer um 19.30 Uhr beginnt, ab 18.30 Uhr ein abwechslungsreiches Vorprogramm, das im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut wurde. Eine Stunde vor Filmbeginn erklingt Live-Musik. Musiker, wie der in Westen bekannte Pianist Michael Wendling, der Bremer Gitarrist Norbert Weißen, das Wahneberger Duo „Die Gerkens“ oder auch der Dörverdener Michael Insinger, haben schon im Kinosaal gespielt.

„Der Kinosaal will mehr bieten als nur einen Filmabend, für den man gern aus dem Haus geht“, so Reinhardt. Es sei vielmehr ein Treffpunkt mit Essen, Trinken und Neuigkeiten. Seit 2013 startet der Abend mit einem kurzen „Publikumsfilm“: Aus eingesandten Bildern, die verschiedene Seiten der Gemeinde Dörverden zeigen, wird immer unter einem anderen Motto ein Kurzfilm montiert.

Der Mittelpunkt des Abends ist und bleibt der Kinofilm. Hier werden aktuelle Unterhaltungsfilme, die eher generationsübergreifend angelegt sind, favorisiert. Die lizenzrechtlichen Auflagen sind streng. Nicht erlaubt ist unter anderem eine öffentliche Werbung mit dem Filmtitel. Hinzu kommen die schwankenden Lizenzgebühren. Dafür ist der Kinosaal aber unabhängig in seinem Filmprogramm, der Gestaltung des Abends und auch von Fördergeldern. Inzwischen gibt es ein Stammpublikum, aber immer wieder finden neue Gesichter den Weg in den Saal. 

Der Dank von Ulrich Reinhardt und Jan Tode geht an die vielen helfenden Hände, wie Frank Henscher, der die Plakatwerbung organisiert, oder Wilfried Dally, der die Projektion der verschieden Filmformate sicherstellt.

Reinhardt: „Die Mannschaft ist optimistisch, denn auch die wenigen nicht so gut besuchten Kinoabende wurden überlebt.  Und immer, wenn es mal eng wurde und die Spenden nicht ausreichten, kam aus der Mitte des Publikums Hilfe.“ So gibt es nun seit wenigen Wochen auch einen „Freundeskreis Kinosaal“, der weitere Unterstützung möglich macht.

kt

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