Beim Backtag gibt es einiges zu erzählen

Kindergarten Dörverden besucht Senioreneinrichtung 

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Schmeckt doch: Renate Späth und Derek.

Dörverden - Weihnachtliche Vorfreude ist in der Senioreneinrichtung Perfecta „Mein Zuhause Dörverden“ zu spüren, wo sich zahlreiche Bewohner im Aufenthaltsraum versammelt haben. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass sie von Kindern der Blauen Gruppe im Kindergarten Dörverden Besuch bekommt.

„Heute wollen wir zusammen backen“, erzählt Betreuungskraft Silvia Nast, die den Freizeitbereich in der Senioreneinrichtung koordiniert. Und das generationenübergreifende Backen und Naschen macht nicht nur den Kindern viel Spaß, sondern lässt auch die Senioren in Erinnerungen schwelgen.

Mehr als acht Jahrzehnte liegen zwischen ihnen. Doch Renate Späth und der kleine Derek geben ein gutes Team. Mal rollt die Seniorin und mal der Junge den Teig aus und danach werden ebenso abwechselnd die Plätzchen ausgestochen. „Das macht Spaß“, finden beide und Derek stiftet die alte Dame sogar zum Teignaschen an. „Das schmeckt wirklich lecker“, findet sie.

Gutes Team: Erika Cyriacks und Miram sitzen mit Claudia Frieling (v.l.) am Tisch und stechen gemeinsam Kekse aus.

Andere Senioren tun es ihr gleich. Es sitzen schließlich viele kleine und große Weihnachtsbäcker an den Tischen, stechen Sterne, Herzen oder Tannenbäume aus und füllen die bereitgestellten Bleche mit den Leckereien. „Früher habe ich sehr viel gebacken“, erzählt Renate Späth, die vier Kinder hat. „Da herrschte in der Küche zwar immer Land unter und ich musste alles wieder saubermachen und wegräumen, aber es war trotzdem immer sehr schön.“ 

Gerne und mit ein wenig Wehmut erinnert sich die siebenfache Großmutter an diese Zeit. „Wissen Sie, beim Backen mit den Kindern, werden so viele schöne Erinnerungen wach, dass ich mir wünsche, meine Kinder wären noch einmal klein“, sagt sie. Sie habe sich sehr auf die Begegnung mit den Kleinen gefreut. „Es ist immer schön, wenn sie besuchen und wir gemeinsam etwas unternehmen.“

„Jeder so, wie er will. Keiner wird gezwungen“

Das findet auch Erika Cyriacks, die Miram beim Ausrollen und Ausstechen der Plätzchen hilft. Der kleine Mann ist zunächst noch ein wenig schüchtern, taut dann aber von Minute zu Minute mehr auf. „Das ist schön“, sagt er, und die Seniorin, die selber vier Kinder hat, lächelt.

Natürlich machen nicht alle Bewohner so eifrig mit wie die Genannten. Einige sind einfach nur gekommen, um beim Backen mit den Kindern zuzuschauen. Aber auch das ist in Ordnung. „Jeder so, wie er will. Keiner wird gezwungen“, sagt Nast.

„Jung und Alt, das passt“, freuen sich die Mitarbeiterinnen von Kindergarten und Seniorenheim, die schon seit mehreren Jahren eine gute Zusammenarbeit pflegen. „Mindestens viermal im Jahr, überwiegend den Jahreszeiten entsprechend, wird gemeinsam etwas unternommen“, berichtet Erzieherin Claudia Frieling.

Alle profitieren

Auf beiden Seiten würden sehr gute Erfahrungen mit den generationsübergreifenden Projekten gemacht, da alle davon profitierten. Cyriacks: „Die älteren Menschen sind glücklich über die Anwesenheit der Kinder, die sie teils an eigene Enkel oder sogar an die eigene Kindheit erinnerten. 

Aber genauso freuten sich die Kinder auf die Begegnung mit den älteren Menschen. Diese Begegnungen sind durchaus nachhaltig.“ Nast: „Hier im Haus ist der Besuch der Kinder noch bis Weihnachten ein Gesprächsthema.“ Und zurück im Kindergarten tun es die Kinder den alten Menschen gleich. Frieling: „Sie erzählen den anderen Kindern und den Erzieherinnen von ihren Erlebnissen.“ - nie

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