Neugierige Grundschüler auf „Lohmanns Hof“

Kinder buddeln und ernten im Gemüse-Abenteuerland

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Ein besonderer Möhrenfund.

Westen - Von Bettina Diercks. Die beiden zweiten Klassen der Grundschule Hülsen-Westen beschäftigen sich seit Monaten mit Ernährung und Bewegung. Jetzt ging es für die 2a in die Küche. Dort wurde gemeinsam mit den beiden Landfrauen Nadine Allerheiligen-Ellmers und Kristina Schulze mit Gemüse und Obst gekocht und gebacken.

Mit Eifer wuselten die Kinder in der Küche herum, lasen die Rezepte laut vor und wogen Zutaten ab. „Das macht Spaß“, sagte eins der Mädchen, das Möhren putzen musste. „Darf ich schätzen?“, wurde Klassenlehrerin Julia Knüffel gefragt, als es um das Abmessen von Backpulver ging.

Auf dem Speiseplan standen Apfelmuffins, Nudelauflauf mit Gemüse, Möhrensalat und Obstbowle. Knüffel: „Wir beschäftigen uns schon länger mit gesunder Ernährung, zum Beispiel mit der Ernährungspyramide, und vor allem mit Obst und Gemüse. Zum Thema Zucker haben wir sogar eine Ausstellung gemacht. Die ist unten in der Aula zu sehen. Bewegung ist ebenfalls ein Thema. Wie wichtig sie neben der gesunden Ernährung ist.“

Einen Tag später ging es raus zum Bioland-Betrieb „Lohmanns Hof“. Dort durften die Kinder alles ernten und probieren, was der Betrieb hergibt: viele verschiedene Salatsorten, Rosenkohl, Möhren, Bete in Rot, Gelb und Orange, Porree, Grünkohl, Postelein, Sellerie und Steckrüben. Während die eine Gruppe mit Mitarbeiterin Lisa Paulsen auf dem Feld nach Möhren und Kartoffeln buddelte sowie in den Gewächshäusern erntete, durfte der andere Trupp beim Säubern des Gemüses helfen. Dabei konnten die Schüler so richtig schön im Wasser planschen, da das Gemüse in alten Badewannen gewaschen wird. Dann wurden die Gruppen getauscht.

Lisa Paulsen erklärt, weshalb Gemüsereste auf den Feldern liegen.

Während der Ernterunde auf den Gemüsefeldern erklärte Paulsen, wie sinnvoll Gründüngung ist. Dazu werden bestimmte Pflanzen nach der Ernte auf den Feldern angebaut, um das Erdreich aufzulockern, für besseren Humus zu sorgen, Nährstoffe zu bilden oder Schädlinge zu vertreiben. Sie erklärte auch, weshalb Reste von Paprika und selbst gezogenen Honigmelonen auf dem Boden lagen. Ebenfalls zur Humusbildung, unterstützt durch Regenwürmer.

„Lohmanns Hof“ erwies sich als sehr gut für den Unterricht geeignet. Völlig begeistert zogen die Kinder gegen Mittag wieder davon, die Taschen gefüllt mit ihrer Ernte. Und vielleicht hat der Nachwuchs zuhause ja auch erzählt, dass es gar nicht schlimm ist, wenn eine Möhre an einem Ende fault. Solche fanden die Kinder nämlich bei der Ernte. „In diesem Jahr hatten wir unglaublich viel Regen. Da kann das schon mal passieren, dass die unten anfangen zu faulen. Einfach abschneiden. Das obere Ende schmeckt noch“, sagte Paulsen.

Ganz nah dran am Gemüse: Schüler der Klasse 2a helfen beim Putzen von Sellerie.

Die 2b mit Klassenlehrerin Christine von der Ahé hatte wenige Tage später das Komplettprogramm mit Kochen, Backen und Ernten.

Unterstützt werden diese Lehrtage vom Bildungsträger und gemeinnützigen Verein „Neua – Förderverein für Nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und Agrarwirtschaft“. Er fördert das Projekt „Vom Hof auf den Teller“, das zur EU-Initiative „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ gehört.

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