Motorradfahrende Feuerwehrleute organisieren Schnitzeljagd durch die Region

140 Kilometer für den guten Zweck

Siegerehrung mit den Organisatoren, dem Sponsor, den drei Erstplatzierten und den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kinderhospizes Löwenherz, von links: Jörg Höfken, Kevin Dietrich, Anke Höfken, Marcel Behrens, Thomas Voß, Oliver Trotzek, Ilse Marie Voß, Dirk Stampke, Florian Höfken und Olaf Böse. Fotos: Kattwinkel

Westen - Von Dirk Kattwinkel. Erfreut über einen erfolgreichen ersten „Schnitzelrun“ mit knapp 30 Teilnehmern, die aus der Umgebung, aber auch zum Beispiel aus dem 300 Kilometer entfernten Dinslaken, aus Cuxhaven und Bielefeld kamen, zeigten sich die Feuerwehrkameraden aus der Gemeinde Dörverden, Olaf Böse sowie Jörg und Florian Höfken, die das Organisationsteam bildeten.

Sie sind eine kleine Gruppe des Red Knights MC. Das ist ein internationaler Motorradclub, der 1982 in Boylston (Massachusetts) in den USA gegründet wurde. Mehr als 10 000 Mitglieder gibt es in den weltweit circa 360 Chaptern. Aufgenommen in den Club werden Feuerwehrmänner und -frauen sowie ihre Familien. Die Ziele des Clubs sind die Förderung des Motorradsports, die Pflege der Kameradschaft unter motorradfahrenden Feuerwehrleuten im In- und Ausland, die Kontaktpflege zu anderen motorradinteressierten Kreisen sowie die Unterstützung von gemeinnützigen, wohltätigen und sozialen Organisationen und Stiftungen. „Da wir 2018 viele tolle Aktionen der Red Knights gesehen und teilweise mitgemacht haben, wollen wir mit diesem ,Schnitzelrun' daran anknüpfen. Unsere erste Planung war ein klassischer Pokerrun, der schnell wegen der möglichen Assoziation von Glückspiel und Feuerwehr verworfen wurde. So sind wir auf eine Art Schnitzeljagd gekommen, die zwar einen Feuerwehrbezug hat, für jedermann aber sehr gut lösbar war“, berichtet Jörg Höfken. Die Aufgabe der Teilnehmer am Schnitzelrun war es, 13 verschiedene Stationen – alles Standorte von Ortsfeuerwehren in der Gemeinde und im Umkreis – anzufahren, und dazu Fragen zu beantworten wie „Wie hoch ist der Turm des Gerätehauses der Feuerwehr Hülsen?“ oder „Wie viele Hilfsorganisatoren befinden sich am Standort der Ortsfeuerwehr Rethem?“. Für Essen und Trinken war an einigen Stationen gesorgt. Nach 140 Kilometern kamen die Teilnehmer wieder in Westen an. Hier fand im Beisein von Bürgermeister Alexander von Seggern und Ortsvorsteher Heinrich Bodenstab, die den Organisatoren Lob und Dank für ihr Engagement für die gute Sache aussprachen, die Siegerehrung statt.

Die höchste Punktzahl erreichte Oliver Trotzke und bekam den Hauptpreis von 100 Euro. Den zweiten Platz belegte Dirk Stampke und Dritter wurde Marcel Bremer durch Losentscheid gegen den punktgleichen Stefan Rosebrock. Sie erhielten von Kevin Dietrich vom Sponsor „Schollys“ zur Verfügung gestellte Geldpreise. „Es hat viel Spaß gemacht und die Aufgaben waren ganz gut lösbar“, so Rene Krüger und Hermann Bremer, zwei der zufriedenen Teilnehmer, die als Team teilnahmen. Zufrieden waren auch die Organisatoren. „Bei besserem Wetter wäre es sicher mehr Teilnehmer gewesen. Aber es war eine gelungene Premiere“, so Olaf Böse.

Das Startgeld abzüglich des Hauptpreises erhielt das Kinderhospiz Löwenherz, das sich über eine Spende in Höhe von 231 Euro freuen kann. Im kommenden Jahr soll es eine Veranstaltung in ähnlicher Form geben, kündigte Olaf Böse abschließend an.

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