Wer kennt die Rote Emmalie?

Der Kartoffelmarkt auf dem Ehmken Hoff hat allerhand Exotisches zu bieten

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Mareike Schünemann bereitet knusprige Chips aus der rohen Kartoffel zu. 

Dörverden - Von Melina Will. Die Sonne lachte vom Himmel und tauchte den Ehmken Hoff in warmes Licht. Und nicht nur die Sonne vergoldete den Sonntag, auch eine beliebte und altbekannte Knolle: die Kartoffel. Ob gebraten, überbacken oder frisch – sie war den Weg zum Kulturgut und seinem Kartoffelmarkt wert.

Der Tag begann mit einem plattdeutschen Gottesdienst, geleitet von Pastor Peter Voigt und musikalisch gestaltet vom Dörverdener Posaunenchor. Im Anschluss luden viele Stände auf dem Gelände zum Stöbern und Schlemmen ein, und das wurde von den Besuchern zahlreich wahrgenommen. Die meisten unter den Standbesitzern sind schon alte Hasen dieser Veranstaltung. Zum zweiten Mal waren Ivonne und Sylvio Hübsch von der Gulaschkanone aus Achim dabei.

Ehler Lohmann vom Lohmanns Hof aus Westen liegt die Vielfalt besonders am Herzen: „Mit unseren exotischen Kartoffeln möchten wir den Leuten gerne die Artenvielfalt wieder ins Bewusstsein rufen.“ Zu den exotischeren Kartoffelsorten gehörten unter anderem die Blaue Anneliese und die Rote Emmalie. Neben den exotischen Kartoffeln hat der Lohmanns Hof besonders mit den frisch zubereiteten Röstkartoffeln und Kräuterquark gepunktet. Für Ehler Lohmann ist der Kartoffelmarkt auf dem Ehmken Hoff eine schöne Sache: „Das hat hier Stil und die Stimmung ist gut, das gefällt uns sehr gut.“

Selbstverständlich durften heimische Hofbesitzer nicht fehlen, so waren die Stegmanns aus Dörverden ebenfalls mit einem kleinen Stand vertreten und hatten Kartoffeln aus eigenem Anbau mit dabei. Neben dem Geschäft steht natürlich das Klönen ganz vorne an: „Das Schöne an solchen Märkten ist, dass man Leute trifft, die man schon länger nicht gesehen hat und man unterhält sich“, erzählte Ulrike Stegmann.

Frisch zubereiteten Kartoffelchips sehr begehrt

Eine weitere Besonderheit waren die heiß begehrten und frisch zubereiteten Kartoffelchips vom Hof Schünemann aus Barme. „Die Kartoffeln wurden von Hand geschruppt und dann vor Ort frisch zu bereitet. Bis jetzt kamen sie immer gut an“, so Hella Schünemann. Sie und ihre Tochter Mareike waren ebenfalls zum zweiten Mal auf dem Kartoffelmarkt.

Die Spezialitäten vom Gasthaus Waidmannsheil waren ein Gaumenschmaus für die Besucher. Auf der Speisekarte standen Kartoffelpuffer oder Kräuternackenbraten mit Kartoffel-Pastinakengratin.

Weitere Stände waren vertreten und sorgten somit für viel Abwechslung. Die Bünkemühler Hofkäserei bot verschiedene und in eigener Produktion hergestellte Käsesorten an: „Wir können Bünkemühler Bockshornklee empfehlen, dieser Käse ist sehr beliebt“, so Söhnke Harries. Wer einfach nur zum Gucken gekommen war, kam auf dem Kartoffelmarkt ebenfalls auf seine Kosten. Der rostige Gärtner aus Rethem hatte Gartendekoration, soweit das Auge reichte, mitgebracht. Alles liebevoll in Edelrost gestaltet.

Es war für jeden etwas dabei. Neben dem Spielplatz auf dem Gelände standen ein historisches Karussell und der Spielbus Fridolin für die Kleinen bereit. Mit einem Bungeejumper ging es hoch hinaus und kleine Gewinnspiele sorgten zusätzlich für Spaß und Unterhaltung unter den jüngeren Besuchern. Anna Haar ist Mitglied im Ehmken Hoff und stand am Glücksrad. Vom Buch bis hin zu Chips, gab es alles Mögliche rund um die Kartoffel zu gewinnen. Den Nachmittag konnte man sich schließlich bei einer Abkühlung mit Intscheder Bauernhofeis versüßen.

Für die nächste Veranstaltung „Feiern wie die Bayern“ am 15. Oktober sind übrigens nur noch ein paar Restplätze zu haben. -wll

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