Brücke wird saniert / Statkraft, Bewohner, Landwirte und Feuerwehr sind vorbereitet

Kein Durchkommen zur Dörverdener „Lohof-Insel“

Eine Brücke.
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Donnerstag tagsüber dicht: Die Schleusenkanal-Brücke in Dörverden.

Straßensperrungen nerven eigentlich immer. Aber was ist, wenn der einzige Weg gesperrt wird, der zum eigenen Haus oder zum Arbeitsplatz führt? Die Menschen, die auf der Dörverdener „Lohof-Insel“ wohnen und arbeiten, erfahren jetzt, wie sich das anfühlt. Seit Längerem geplant, wird die einzige Zuwegung, die Schleusenkanal-Brücke, am Donnerstag wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt.

Brücke wird aufgebockt

Dörverden – Dabei werden die vier Brückenlager und die Übergangskonstruktionen an den Widerlagern ausgetauscht, informiert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser in einer Pressemitteilung. Für den Ausbau der Lager müsse die Brücke mit hydraulischen Pressen angehoben und aufgebockt werden. Vor dem Einbau der neuen Brückenlager seien am Bauwerk vorbereitende Maßnahmen sowie Korrosionsschutzarbeiten durchzuführen. Die Sanierungsmaßnahmen haben ein Gesamtvolumen von rund 285 000 Euro, teilt das WSA mit.

Tageweise Vollsperrung

Eine Vollsperrung der Brücke für den Ausbau und Einbau der Lager sei erforderlich und an folgenden Tagen, jeweils von 8 bis 16.30 Uhr, geplant:

• 1. Juli (Ausbau Brückenlager West)

• 9. Juli ( Einbau Brückenlager West)

• 20. Juli (Ausbau Brückenlager Ost)

• 27. Juli (Einbau Brückenlager Ost)

Die Uhrzeiten können laut WSA je nach Arbeitsfortschritt, Witterung oder sonstigen etwaigen Ereignissen leicht abweichen. „Weiterhin ist vorgesehen, an den Widerlagern der Brücke Asphaltarbeiten durchzuführen. Für diese Arbeiten wird ein weiterer Tag unter Vollsperrung benötigt. Details dazu werden frühzeitig bekannt gegeben.“ Der Fahrbahnbelag wurde im Herbst 2020 erneuert, dafür hatte eine halbseitige Sperrung ausgereicht.

Betroffene hatten Zeit zur Vorbereitung

Aber Donnerstag ab 8 Uhr ist die Brücke bis zum späten Nachmittag erstmals im Zuge der Maßnahmen dicht, kein Fahrzeug kann passieren. Das gilt auch für die Mitarbeiter des Wasserkraftwerkes, die in dieser Zeit nicht mit ihren Fahrzeugen auf das Betriebsgelände kommen. Seitens Statkraft hieß es am Mittwoch, dass zwar einiges an Planung notwendig gewesen sei, aber man habe genügend Vorlauf gehabt, um sich auf die Vollsperrungstage vorzubereiten. So seien die Abläufe so organisiert worden, dass in der Zeit der Sperrung keine Fahrten aufs oder vom Betriebsgelände zwingend notwendig seien. Mitarbeiter, die in der Nähe wohnen, seien angehalten worden, mit dem Rad über die Fußgängerbrücke über den Kanal zu kommen. Kein großes Problem also, aber man hoffe, dass die geplanten Bauzeiten eingehalten würden. Dr. Elisabeth von Schwartz, Besitzerin des Gutshofes auf der Lohof-Insel, sieht der Vollsperrung ebenfalls relativ gelassen entgegen: „Man muss natürlich viel organisieren und die Tage der Vollsperrung im Hinterkopf behalten. Aber wir konnten das ja entsprechend einplanen.“ Für die Landwirte, die ihre Tiere auf der Lohof-Insel versorgen müssen, sei die Sperrung aber schon eine besondere Herausforderung.

Feuerwehr stationiert Fahrzeug auf der anderen Seite

Die Feuerwehr ist informiert und wird zur Sicherheit für die Zeit der Vollsperrung ein Fahrzeug auf der anderen Kanalseite stationieren, berichtet Gemeindebrandmeister Andreas Thölke auf Nachfrage.

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