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Letzte öffentliche Telefonstelle in Dörverden verschwindet

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Tut, tut, tut: Bürgermeister Alexander von Seggern nimmt Abschied von Dörverdens letztem öffentlichen Fernsprecher.
Tut, tut, tut: Bürgermeister Alexander von Seggern nimmt Abschied von Dörverdens letztem öffentlichen Fernsprecher. © Gemeindeverwaltung

„Kein Anschluss (mehr) unter dieser Nummer“, heißt es bald für den letzten öffentlichen Fernsprecher in der Gemeinde Dörverden. Im Laufe des Jahres soll er abgebaut werden.

Dörverden – Die letzte von der Telekom betriebene öffentliche Telefonstelle im Gemeindegebiet Dörverden wird im Laufe des Jahres abgebaut. Die Nachfrage für diese Dienstleistung ist aufgrund des stetig wachsenden Fest- und Mobilfunknetzes drastisch gesunken. Telefonzellen wurden deutschlandweit in den letzten Jahren nach und nach zurückgebaut und nur noch vereinzelt durch Basisstationen ersetzt.

Bis Ende November 2021 war die öffentliche Telekommunikation noch Teil der sogenannten Universaldienstleistungen. Aufgrund dessen hatte sich die Telekom selbst zum bedarfsgerechten Betrieb von öffentlichen Telefonstellen verpflichtet. Mit Inkrafttreten des neuen Telekommunikationsgesetzes zum 1. Dezember 2021 ist dies entfallen, die Selbstverpflichtung der Telekom hinfällig.

„Das letzte Mal, dass ich in einer Telefonzelle mit Wählscheibentelefon und Münzeinwurf stand und in den dicken Telefonbüchern im Hängeregister nach Telefonnummern gesucht habe, ist tatsächlich schon Geschichte“, erinnert sich Bürgermeister Alexander von Seggern in einer Pressemitteilung an vergangene Zeiten noch ganz ohne Mobiltelefone.

Alle übrigen Standorte in den Ortschaften sind bereits zurückgebaut. Nun folgt also auch der letzte Standort vor dem Dörverdener Rathaus. Dieser wurde 2017 zu einer freistehenden Basisstation umgebaut. Jetzt folgt als letztes Kapitel also der endgültige Rückbau.

„Auch wenn ich den Verlust des Serviceangebotes an diesem zentralen Anlaufpunkt bedaure, so kann ich die Gründe am Ende doch nachvollziehen“, so von Seggern. Und auch den Notfall, für den man früher vor allem in der Fremde unbedingt ein Telefon brauchte, gebe es heutzutage dank Mobilfunktechnik wohl nicht mehr.

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