Junge Spanier zu Gast in der Gemeinde / Zum Abschied gibt es heute Schnitzel

„Hier ist alles so gepflegt“

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Die Barmer Jugendlichen mit ihren spanischen Freunden: (vorne von links) Leon Pielhau, Lucas Saada, Dahlia Galvez, (hinten v. l.) Jonas Deblitz, Alina Prignitz und Ariadna Alegre.

Dörverden - Im Landkreis Verden tummeln sich derzeit zahlreiche junge Spanier – auch in der Gemeinde Dörverden. Bereits im März waren Schüler des neunten Jahrgangs des Gymnasiums am Wall an ihrer spanischen Partnerschule „Ins Esteve Albert“ in Sant Vicenç de Montalt, einer kleinen katalanischen Gemeinde in der Provinz Barcelona im Nordosten Spaniens, zu Gast. Und nun genießen 25 spanische Schüler in Begleitung von zwei Lehrkräften ihren Gegenbesuch im Landkreis Verden, um die Heimat ihrer neuen deutschen Freunde ein wenig kennen zu lernen.

„Wir finden es schön, unsere Austauschschüler wiederzusehen. Nachdem wir im März bei ihnen zu Hause waren, können wir jetzt den spanischen Jugendlichen zeigen, wie wir hier leben“, freuen sich Leon Pilhau, Alina Prignitz und Jonas Deblitz aus Barme. In ihren Familien sind die 14-jährigen Dahlia Galvez und Ariadna Alegre sowie der 15-jährige Lucas Saada zu Gast, drei von insgesamt vier spanischen Austauschschülern, die in Familien in der Gemeinde Dörverden untergebracht sind.

Langweile haben die spanischen Schüler nicht und die Befragten bestätigen, dass ihnen das bereits absolvierte Rahmenprogramm mit Schulhospitation, Hockeyturnier, Stadtführungen durch Verden und Bremen mit Picknick am Café Sand und Theaterbesuch, Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Stadt Hamburg sowie der Kanufahrt auf der Wümme und einem Tag im Heidepark sehr gut gefallen hat.

Jetzt stehen noch eine Tanzstunde sowie ein Marktbummel in Verden aus, wo die spanischen Gäste mithilfe eines Einkaufszettels die Zutaten für ein gemeinsames Picknick in der Schule besorgen sollen.

„Hier ist natürlich einiges anders als bei uns“, erzählen die Jugendlichen. Das Schulsystem empfänden sie als ähnlich, sagen sie. Aber in Deutschland sei alles so sauber und die Häuser und Gärten wirkten so gepflegt.

Dahlia: „Die Essensgewohnheiten sind ganz verschieden und das Essen selbst schmeckt auch ganz anders als in unserer Heimat.“ Auf der persönlichen Hit-Liste deutschen Essens stünden bisher Curry-Wurst, Nudeln mit Fleischsoße oder Geschnetzeltes.

Was sie allerdings nicht so gut fänden, sei das Wetter und die Ferne des Meeres. Auch den Zusammenhalt in ihren Familien erleben sie in Spanien enger. Die Jugendlichen sind sehr wissbegierig, gehen auf die Menschen zu und können sich angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit in ihrem Heimatland sogar eine Zukunft in Deutschland vorstellen. „Gut möglich, dass ich später hier einmal arbeiten und leben werde“, sagt Dahlia, die mit einem journalistischen Beruf liebäugelt.

Mit einem Schnitzelessen im Hotel Niedersachsenhof in Verden feiern die deutschen und spanischen Schüler bereits heute Abend ihren Abschied. Die Trennung soll aber nicht von langer Dauer sein.

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