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Dörverdener Sozialarbeiter: Jugendarbeit soll in die Dörfer rollen

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Von: Christel Niemann

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Zwei Mädchen mit Maske stehen an einer Leinwand.
Aveen und Saya haben Spaß beim Malen. © Niemann

Auch in der Pandemie sind die Sozialarbeiter vom Dörverdener Jugendtreff für die jungen Gemeindebürger da. Und sie wollen ihr Angebot gerne noch ausweiten - und zum Beispiel auch mal mobile Angebote in den Ortschaften der Gemeinde machen.

Dörverden – Das Team vom Jugendtreff in Dörverden ist trotz Einschränkungen auch in Corona-Zeiten für die Kinder und Jugendlichen da und hat die Einrichtung mittwochs ab 15 Uhr geöffnet. Die Angebote für die jungen Besucher sind auf die aktuellen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften abgestimmt. Außerdem finden nach Aussage der vor Ort zuständigen Sozialarbeiter Jessica Sennholz und Samir Huran viele Aktivitäten im Freien statt. „Wir haben hier ja einen schönen Außenbereich und somit Platz für kreative Ideen“, hieß es.

Im Haus gelten leicht verständliche Regeln

Drinnen im Haus hat sich SoFa (Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe) als Trägerin der Einrichtung für möglichst einfache Regeln entschieden. Hier müssen sowohl die Betreuer als auch die Kinder und Jugendlichen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich regelmäßig die Hände desinfizieren. Außerdem werden die Räume immer wieder gelüftet und es dürfen sich nicht mehr als zehn Besucher auf einmal im Jugendtreff aufhalten.

„Damit keine Kids leer ausgehen, haben wir die Öffnungszeiten aufgeteilt“, erzählt Sennholz. „Von 15 bis 17 Uhr ist der Jugendtreff für die unter Elfjährigen geöffnet, danach sind uns die Kids ab zwölf Jahren willkommen.“ So sei es leichter, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, und es komme nicht zu Gedränge, ob am Kicker, am Tisch oder auf dem Sofa.

Gemeinsame Multikulti-Kochabende

Die studierte Soziologin und ihr Kollege wissen, wie wichtig der wohnortnahe Treffpunkt für viele Kinder und Jugendliche ist. Während der Pandemie-Zeit gelte es zwar, nach den Verordnungen zu handeln, aber dennoch die Einschränkungen für die Nutzer so gering wie möglich zu halten und so viel wie möglich vor Ort durchzuführen. „Nicht alle sind Mitglied in einem Verein, und dann ist der Jugendtreff oft der einzige Ort, wo sie sich mit Gleichgesinnten treffen und gemeinsam eine gute Zeit verbringen können“, sagt Sennholz, die sich mit ihrem Kollegen auch einiges einfallen lässt, um ein attraktives Programm zu bieten. Dazu gehörent neuerdings auch das Thema „Gesunde Ernährung“ und gemeinsame Kochabende, wo die Jugendlichen ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Gerichte haben. „Wir kochen multikulti, was hin und wieder auch bedeutet, dass die Speisen nicht wirklich zusammenpassen“, schmunzelt Sennholz.

Pläne: Verschönerung der Außenanlagen und Einrichtung eines Computerarbeitsplatzes

In diesem Jahr möchten die Sozialarbeiter im Jugendtreff einen Computerarbeitsplatz einrichten und die Verschönerung der Außenanlagen weiter forcieren. Außerdem ist die Umsetzung zweier neuer Projekte in der Gemeinde Dörverden geplant. Projekte, die laut Sennholz bereits planerisch weit gediehen sind. „Es handelt sich zum einen um ein Zauberer-Projekt mit einem Kollegen von SoFa und zum anderen um die Schaffung mobiler Betreuungsangebote in der Gemeinde, wobei hier Carmeleon, der mit allerlei Sport- und Spielmaterialien ausgestattete Kleinbus von SoFa, zum Einsatz kommen und in die Ortschaften der Gemeinde rollen soll. „Wir stellen uns hier ein niedrigschwelliges, offenes Angebot für Kinder und Jugendliche vor, das neben Aktivitäten auch Ansprechpartner bei Problemen bietet.“ Ziel sei es, Standorte aufzusuchen, wo Kinder und Jugendliche anderweitig kaum zu erreichen wären.

Sennholz und Huran hoffen dass die Finanzierung für beide Projekte zügig bewilligt wird, sodass sie mit der Umsetzung beginnen können. „Wenn alles gut läuft, könnte die Mobile Jugendarbeit im Frühling starten. Der Beginn des Zauberer-Projekts ist nach den Sommerferien vorgesehen“, sagt Sennholz.

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