Jägerschaft appelliert dennoch an Autofahrer: Jetzt besonders vorsichtig sein

Wildwarner erweisen sich als äußerst wirksam

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Meier mit dem Rehbockkadaver, den er zur Verwertung ins Wolfcenter gebracht hat.

Dörverden - Am Himmelfahrtstag hatte es in den frühen Morgenstunden einen jungen Rehbock erwischt. Das vierbeinige Unfallopfer erlag, wie so viele vor ihm, am Rande der Kreisstraße K15 zwischen Dörverden und Westen, seinen Verletzungen. Tatsächlich sind die Wildunfälle auf dieser Strecke aber bedeutend weniger geworden – eine sehr positive Entwicklung.

„Im Moment markieren die Böcke ihre Reviere und sind deshalb viel unterwegs. Autofahrer müssen zurzeit wieder besonders aufmerksam und vorsichtig sein“, sagte der stellvertretende Kreisjägermeister Christian Meier bedauernd, als er den Kadaver nach einem Anruf durch die Polizei beseitigte.

Insgesamt, so Meier, sei das Fallwildaufkommen auf diesem Streckenabschnitt aber stark rückläufig. Die Jäger haben dort nämlich 50 optische Wildwarner angebracht und das, so Meier, habe die Wildunfälle auf diesem gefährdeten Streckenabschnitt um zwei Drittel reduziert. „Früher wurden hier jährlich 15 Wildunfälle gezählt, jetzt sind es nur noch fünf.“

Um das Wild in besonders gefährdeten Gebieten in der Gemeinde von der Fahrbahn fern zu halten, setzen die Jäger auf Reflektoren und nach der Farbe Rot inzwischen vermehrt auf Blau. Von der Wirksamkeit der Maßnahme ist Meier zwar rundum überzeugt, er appelliert aber dennoch an die Auto- und Motorradfahrer, vor allem entlang von Wald- und Feldrändern besonders vorsichtig zu fahren. Und das hat nicht nur auf den Straßen, wo das Verkehrsschild „Wildwechsel“ auf die mögliche Gefahr hinweist.

Viele Wildtiere seien zwar vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv, doch müsse grundsätzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Wildwechsel gerechnet werden.

Der junge Rehbock, den es am Himmelfahrtstag erwischt hatte, wurde übrigens zur Verwertung ins Wolfcenter gebracht.

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