Ilse und Jürgen Stahmann fahren mit dem Ballon über Dörverden

Reise in 1000 Meter Höhe

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Abheben mit dem Ballon: Ilse und Jürgen Stahmann.

Dörverden - Es soll 100 Dinge geben, die ein Mensch einmal im Leben getan haben sollte. Das behauptet jedenfalls Joachim Groh in seinem gleichnamigen Bestseller, der wiederum Ilse Stahmann aus Dörverden zu einem Geburtstagsgeschenk für ihren Ehemann Jürgen inspiriert hat: „Eine gemeinsame Ballonfahrt sollte es sein“, so die abenteuerlustige Frau. „Ich wollte ihn ja nicht auf den Mond schießen, deshalb habe ich ihm die Fahrt geschenkt“, schmunzelte Ilse Stahmann.

Der Brenner brüllte, die vielen Schaulustigen, die sich spontan auf der Wiese hinter dem Dörverdener Rathaus eingefunden hatten, guckten und staunten. „Na, dann wollen wir mal“, sagte Ballonpilot Dunker Müller vom Team „Allseits Gute Fahrt“ aus Reeßum. Denn bevor das eigentliche Vergnügen beginnen konnte, waren zunächst einmal vereinte Kräfte gefordert.

Die Fahrgäste – Ilse und Jürgen Stahmann – mussten ebenso beim Aufbau des Ballons mit anpacken, wie die tatkräftige Unterstützung von sämtlichen Anwesenden gefordert war. „Deshalb heißt es wahrscheinlich auch Ballonsport“, folgerte ein Zaungast. Nachdem der Ballon mit all seinen Seilen mit dem Korb verbunden war, erfolgte das Aufrichten. Hier waren besonders viele Hände notwendig, jeder hatte eine Aufgabe zugeteilt bekommen.

Fahrer Müller koordinierte die Arbeiten. Den Ballon in Stellung gebracht, war Eile geboten, da der Korb nur schwer zu halten war. Der Aufstieg selbst ging lautlos vonstatten. Die Mitfahrer genossen die herrliche Ruhe und beobachteten von oben, wie das Dörverdener Rathaus, das Kulturgut und wie Wald, Wiesen und Dörfer immer kleiner wurden.

Schon nach kurzer Zeit hatte das Gefährt eine Höhe von über 1000 Metern erreicht. Der Wind trug den Ballon von Dörverden aus zunächst über die Dörfer in Richtung Thedinghausen und dann, nachdem sich der Wind gedreht hatte, in Richtung Hoya, über die Weser hinweg.

Nach rund einer Stunde neigte sich die Reise, auf der die Passagiere neben dem Steinhuder Meer am Horizont auch Hannover und in Gegenrichtung Bremen ausmachen konnten, bereits wieder ihrem Ende zu. Müller hatte am Ortsausgang von Hoyerhagen eine Grünfläche entdeckt, die sich für die Landung eignete. Und wie er zu Beginn bei der Einweisung erklärt hatte, mussten sich seine beiden Fahrgäste gut an den Halteseilen festhalten, als der Korb aufsetzte, dann noch einige Meter über den Ackerboden schleifte und zum Stehen kam.

Wer schon mal eine Ballonfahrt unternommen hat, weiß, dass die Eheleute noch eine Taufe über sich ergehen lassen mussten: Beide mussten niederknien und sich eine Haarsträhne anzünden lassen, die mit Sekt gelöscht wurde. Außerdem bekamen sie einen adeligen Namen verliehen – „Gräfin Ilse, die mutige Ballonfee genießend das traumhafte Wetter“ und „Graf Jürgen, der begeisterte Ballonfahrer hoch zu Dörverden“.

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