Infostätte mit Leihgaben aus Häuslingen

„Kalistube“ wird Wirklichkeit

+
Dr. Dieter Plöthner (vorne links) übergibt die Salzproben an Werner Osthoff vom Kulturförderkreis Hülsen (vorne rechts). Stehend von links: Detlef Enders, Peter Meyer und Thorsten Gaus, die die Infostätte einrichten und pflegen werden. 

Hülsen - Eine kurze, aber intensive Blütezeit hatte der Kalibergbau Anfang des vergangenen Jahrhunderts in dieser Region. Ein interessantes Thema, dem sich bereits in den Jahren 2011 bis 2013 eine Projektgruppe angenommen hat. Sie beschäftigte sich mit der Idee der Einrichtung einer „Kalistube“, in der die Epoche des Kalibergbaues anhand von Werkzeugen Bildern, Plänen und anderen „Überbleibseln“ aus dieser Zeit dargestellt werden sollte. Dazu war es damals nicht gekommen – doch jetzt ist es soweit und viele haben daran mitgewirkt.

Zum Hintergrund: In Groß Häuslingen gab es eine private Sammlung, die Gunter Schäffler in seinem Haus zusammengetragen hatte. Leider verstarb er im Jahre 2014. Sein Sohn Vadim Schäffler war daran interessiert, die Sammlung seines Vaters „in guten Händen zu wissen“ und sie möglichst vielen interessierten Menschen zugänglich zu machen. Da kam Rethems Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige die Idee, in einem neuen Leader-Projekt nun die „Kalistube“ zu verwirklichen.

Der Kulturförderkreis Hülsen hat diesen Gedanken aufgegriffen und vorgeschlagen, in einem der ehemaligen Schafställe des Schafstallviertels Hülsen ein kleines Kalimuseum einzurichten. Dieser Vorschlag gefiel Vadim Schäffler, der sich damit einverstanden erklärte, die Sammlung seines Vaters der Gemeinde Häuslingen mit der Bedingung zu schenken, sie dem Kulturförderkreis Hülsen als Dauerleihgabe zu überlassen.

Begeistert von dieser Idee war auch Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern, denn der für das Projekt vorgesehene Schafstall befindet sich im Eigentum der Gemeinde Dörverden, die sich dazu bereit erklärte, die Projektträgerschaft zu übernehmen. Vereinbart wurde eine Kooperationspartnerschaft mit dem Kulturförderkreis Hülsen, der die mit der Umsetzung der Maßnahme anfallenden Arbeiten übernahm.

Nachdem alle Formalitäten erledigt und die Genehmigung durch die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) erteilt war, begannen die „Montagsdienstler“, wie sich eine Truppe Hülsener rüstiger Rentner bezeichnet, im September mit den Arbeiten.

Und nun sind diese soweit abgeschlossen, dass Detlef Enders, Thorsten Gaus und Peter Meyer die „Informationsstätte für Kalibergbau in Hülsen und im Aller-Leine-Tal“, wie sie formell heißt, in ihre Obhut nehmen und einrichten können. Mit der Sortierung und Säuberung der über ein Jahr lang eingelagerten circa 220 Ausstellungstücke haben sie bereits begonnen. Nun sollen sie in den nächsten Wochen eingeräumt werden. An einem Eröffnungstermin wird derzeit gearbeitet, und danach wird das historische Schafstallviertel in Hülsen um eine Sehenswürdigkeit reicher sein. Dr. Dieter Plöthner aus Hademstorf hat die Einrichtung der Informationsstätte begleitet. Er hatte sich auch bereits bei dem Projekt „Kaligeschichte“ mit seinem Wissen als Geologe eingebracht. Jetzt übergab er die von ihm gesammelten Salzproben aus den ehemaligen Kalibergwerken des Aller-Leine-Tals an die Informationsstätte. Zurzeit wird ein Flyer erstellt, der über Öffnungszeiten und Ansprechpartner informiert. 

kt

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

180 Feuerwehrleute aus Verden in Hildesheim im Einsatz

180 Feuerwehrleute aus Verden in Hildesheim im Einsatz

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

Bauamtsleiter Frank Bethge hat gekündigt

Bauamtsleiter Frank Bethge hat gekündigt

Kommentare