„Ich liebe Geselligkeit“

Werner Osthoff mit Verdienstmedaille des Verdienstordens ausgezeichnet

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Hannelore und Werner Osthoff nach der Ordensverleihung durch Landrat Peter Bohlmann. 

Hülsen - Von Erika Wennhold. Wie schafft man das nur alles? In verantwortungsvoller Position für eine andere Gemeinde tätig – als stellvertretender Gemeindedirektor gehörten auch repräsentative Aufgaben dazu – , zu Hause in Hülsen eine Familie mit zwei Kindern und jede Menge ehrenamtliches Engagement. Werner Osthoff sagte später noch etwas dazu, doch zunächst nahm er gestern Nachmittag von Landrat Peter Bohlmann die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegen.

Unterschrieben hatte die Urkunde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und ihm vorgeschlagen worden war Werner Osthoff von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Doch bis zum Ministerpräsidenten war der Vorschlag von Gleichgesinnten aus Hülsen gelangt. „Und, wenn die alle das für richtig halten und unterstützen, was soll ich denn da besser wissen?“ Bei diesem Satz schmunzelten einige der Gäste im Hülsener Schützenhaus, denn es kommt wohl nicht oft vor, das Werner Osthoff es nicht besser weiß.

Dennoch genießt er Hochachtung im Ort, was nicht wundert, folgt man der Auflistung aller Ämter von Landrat Peter Bohlmann, die am Ende noch nicht einmal vollständig war. „Wo soll ich anfangen, wenn es um ihr ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde Dörverden und die Ortschaft Hülsen geht? Lang ist die Liste, sei es als Mitbegründer des Spielmannszuges, als Spartenleiter Tischtennis im Sportverein oder als Theaterleiter im Ernteklub.“

Zudem sei der Ordensträger Vorsitzender im Schützenverein sowie Mitbegründer und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft schießsporttreibender Vereine in der Gemeinde Dörverden gewesen. „Doch einen zentralen Platz nimmt ihr Engagement für den Kulturförderkreis Hülsen ein, zu dessen Gründungsmitgliedern sie 1983 gehörten und dessen Vorsitzender sie von 1988 bis 2016 waren. Heute sind sie Mitglied des Beirates.“

Das Schafstallviertel sei einmalig in Deutschland. Die Gebäude stammten zum Teil aus dem 17. Jahrhundert. Heute seien noch sieben Schafställe an ihrem ursprünglichen Ort erhalten, drei Ställe seien wieder aufgebaut worden. In den Jahren 1989 bis 1999 sei Osthoff Arbeitskreissprecher der laufenden Dorferneuerung gewesen, die Grundlage für den Beginn der Restaurierung gewesen sei. „Vier Schafställe konnten mit Landes-, Kreis- und Gemeindemitteln sowie erheblichen Eigenleistungen der Eigentümer beziehungsweise des Kulturförderkreises saniert und restauriert werden.“ Seit den Gründungstagen widme sich der Kulturförderkreis Hülsen um das Ensemble und erfülle das Areal mit Leben.

Ausstellungen und Führungen gehören außerdem dazu, und die Montagsdienstler, die sich hier einmal in der Woche treffen, um Ordnung zu machen und Pläne zu schmieden. Vieles hat Werner Osthoff angeschoben, manches unterstützt, anderes auch wieder aufgegeben, weil ihm Kritik entgegengebracht wurde, die er gestern als nicht konstruktiv bezeichnete.

„Es gab schon einige demütige Augenblicke, als ich von der bevorstehenden Auszeichnung erfuhr,“ sagte Werner Osthoff, der zu diesem Zeitpunkt wohl an viele positive und manchmal auch negative Reaktionen erinnerte, wenn er mal wieder „etwas besser, schöner oder schneller machen wollte“. „Aber ich liebe die Geselligkeit und habe immer den Wunsch, in einer harmonischen Gruppe zu sein.“

Das war Werner Osthoff gestern. Er und seine Ehefrau Hannelore nahmen Glückwünsche und Geschenke unter anderem von Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern: „Du hast es verdient!“, und Weggefährten wie Jochen von Wille oder Frieder Schnabel: „Was Werner sagt, das machen wir gerne“, entgegen.

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