Gemeinde verabschiedet Christina Huesmann

Der herzlichste Mensch

+
Kleine Geschenke zum Abschied: Blumen gab es für Christina Huesmann (Mitte) von Bürgermeister Alexander von Seggern. Ein buntes Shirt überreichte Personalratsvorsitzende Sandra Rosebrock im Namen der Kollegen.

Dörverden – Am Schluss flossen dann doch noch Tränen! Wie beliebt Christina Huesmann bei den Kollegen im Dörverdener Rathaus ist und wie schwer ihnen der Abschied von Huesmann aus dem aktiven Berufsleben fällt, wurde gestern im Rahmen der Feierstunde an den gezückten Taschentüchern deutlich.

Mit gleich zwei Feiern haben Kollegen und Gemeinde Christina Huesmann Lebewohl gesagt. Nach dem Spalier und dem rentnermäßig dekorierten Arbeitsplatz im Meldeamt, mit dem die Kollegen Huesmann bereits am Mittwoch überrascht hatten, folgten gestern der offizielle Part und die Verabschiedung durch Bürgermeister Alexander von Seggern.

Viel Lob und Wertschätzung gab es vom Verwaltungschef für die ausscheidende Mitarbeiterin. Zunächst befristet, war sie schon seit 1993 in unbefristeter Stellung als Schreibkraft bei der Gemeinde Dörverden beschäftigt. Der Wechsel von Huesmann ins Einwohnermeldeamt ist auf den Juli 1999 datiert und im März 2000 erfolgte ihre Bestellung zur Standesbeamtin. „Trauungen habe ich aber nur hin und wieder vollzogen“, wiegelt Huesmann ab.

Dass es sich bei der scheidenden Mitarbeiterin persönlich und beruflich um eine ganz besondere Person handelt, betonte aber nicht nur der Bürgermeister. Vor allem die engeren Kollegen fragten, „wie diese große Lücke geschlossen werden kann“, die die Stedorferin hinterlässt.

Auch ihre Kollegin aus dem Meldeamt, Stefanie Jastrowski, Standesbeamtin Anja Meyer oder die Personalratsvorsitzende Sandra Rosebrock werden „den herzlichsten Menschen, den wir kennengelernt haben“ sehr vermissen. Sie lobten übereinstimmend neben der von Respekt und Offenheit geprägten Zusammenarbeit vor allem die menschlichen Qualitäten der langjährigen Kollegin, die ihre berufliche Laufbahn 1977 als Fremdsprachkorrespondentin in Bremer und Verdener Unternehmen gestartet hat. Sichtlich gerührt von den Reaktionen der Kollegen, betonte Huesmann, dass sie mit einer Träne im Knopfloch, aber dennoch nicht ohne Freude aus dem Arbeitsleben scheide.

Sie wolle mehr Zeit mit dem anderthalbjährigen Enkel verbringen, außerdem stehe im Februar kommenden Jahres bereits die Ankunft des zweiten Enkelkindes an. Im Großen und Ganzen werde sie aber einfach alles auf sich zukommen lassen. „Der Garten ruft, im Haus gibt es viel zu tun, ich habe einen großen Freundes- und Bekanntenkreis und Interesse an sehr vielen Dingen. Und sollte mir dennoch langweilig sein, werde ich schon etwas Passendes finden“, sagte sie. Bange, in ein schwarzes Loch zu fallen, sei ihr jedenfalls nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hongkong: 100 Aktivisten verbarrikadieren sich weiter in Uni

Hongkong: 100 Aktivisten verbarrikadieren sich weiter in Uni

Islamismus, Dürre und Hunger: Der Sahelzone droht die Krise

Islamismus, Dürre und Hunger: Der Sahelzone droht die Krise

So spielt sich "Star Wars: Fallen Order"

So spielt sich "Star Wars: Fallen Order"

Google Stadia im Test

Google Stadia im Test

Meistgelesene Artikel

Sinkende Bandbreite in Einste: Wenn alle Netflix gucken, wird‘s problematisch

Sinkende Bandbreite in Einste: Wenn alle Netflix gucken, wird‘s problematisch

Schwerer Unfall: Fußgängerin nach Kollision in Lebensgefahr

Schwerer Unfall: Fußgängerin nach Kollision in Lebensgefahr

Starke Rauchentwicklung

Starke Rauchentwicklung

Kreisarchäologie kann Fund aus Achim datieren: „Diese Runen sind ein Knaller“

Kreisarchäologie kann Fund aus Achim datieren: „Diese Runen sind ein Knaller“

Kommentare