Tag der Heimatvereine: Altes Brauchtum und so manche Unbequemlichkeit

Reise in die Vergangenheit

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Die Museumsgruppe des Blocks Huus in Bassen.

Dörverden - Information, Gespräche, Vorträge und einige Überraschungen. Das hatten sich die verschiedenen Gruppen aus Heimat- und Brauchtumsvereinen im Landkreis Verden für den Tag der Heimatvereine auf dem Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden ausgedacht.

Eine goldene Hochzeitsgesellschaft, Melker auf dem Drahtesel, Frauen und Kinder in historischer Nachtkleidung, das entsprechende Equipment aus Emaille in der Hand, eine Märchentante, historische Fotografien und Spiele oder alte Nähmaschinen, Spinnvorführungen sowie die Ausstellung „Eibia und Zwangsarbeit“. Auf dem Gelände und in den Gebäuden auf dem Kulturgut gab es viel zu sehen und zu entdecken.

Als Überraschung wurden von den Mitgliedern der Aktionsgruppe „Kochen und Backen“ im Verein Ehmken Hoff Schwarz- und Dinkel-Bauernbrote sowie Butter- und Rührkuchen aus dem heißen Ofen des Backhauses gezogen.

„Schön, dass doch noch so viele Besucher gekommen sind“, freute sich Annita Schröder vom Verein Ehmken Hoff, die das Treffen federführend organisiert hatte. Friedel Koch vom gastgebenden Verein plauderte mit Besuchern über seine Sammlung alter Nähmaschinen. Außerdem gab es bei ihm Wissenswertes über den alten Webstuhl im Ehmken Hoff zu erfahren, den er restauriert hat. Wie mit verschiedenen Materialien gesponnen wird, zeigte eine Spinngruppe aus Oyten, der Verein Blocks Huus aus Bassen stellte historische Kleidung vor, wie sie zu unterschiedlichen Anlässen getragen wurde, während der Borsteler Heimatverein die Gegensätze der Ortschaft früher und heute zeigte.

Tag der Heimatvereine

Im schönen Bauerngarten des Kulturguts konnten die Teilnehmer und Gäste die Mitglieder der gleichnamigen Aktionsgruppe in gärtnerischem Einsatz erleben und unter dem Wagenschur wurde das Bearbeiten von Specksteinen demonstriert.

Jan Osmers vom Heimatverein Westen stellte sein neues Buch vor und hielt einen Vortrag über die Kirchen im Landkreis Verden. Gisbert Berwe von den Verdener Familienforschern gab eine Einführung zu diesem Steckenpferd.

Und es wurde natürlich getanzt. Volkstanzgruppen eiferten ihren historischen Vorbildern nach. Am Nachmittag, nachdem sich der Regen verzogen hatte, waren auch die Außenplätze gut besucht. Die längste Schlange bildete sich vor dem Stand mit dem Brot- und Kuchenverkauf.

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