Hegeringe feiern Hubertustag in Dörverden / Viele Informationen rund um die Jagd

Kulturgut verwandelt sich in einen Herbstwald

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Ein bisschen wie im Wald sah es am Sonntag beim Kulturcafé im Ehmken Hoff aus, wo die Jagdhornbläser vom Hegering Allermarsch die Gäste unterhielten.

Dörverden - Die Mitglieder der Hegeringe der Jägerschaft des Landkreises feierten am Sonntag ihren Hubertustag in Dörverden. Im Mittelpunkt standen dabei Präsentationen und Information auf dem Kulturgut Ehmken Hoff.

Stimmungsvoll war die Hubertusmesse mit liturgischer Leitung von Pastor Rolf Görnandt, die durch die B-Hörner der Kreisgruppe der Jagdbläser, die Parforcehornbläser „bien aller“ Verden und von Orgelmusik festlich umrahmt wurde. Gemütlich wurde es dann beim anschließenden Beisammensein auf dem Kulturgut. Dort hatten bereits am Nachmittag die Jagdhornbläser vom Hegering Allermarsch die Besucher eingestimmt.

Auf „Allerheiligen“ und „Allerseelen“ folgt „Allerhasen“, war in einem Artikel in einer Jägerzeitschrift zu lesen, denn so wird der Tag, der dem Heiligen Hubertus gewidmet ist, unter Jägern scherzhaft genannt.

Die Hubertuslegende wird seit dem Mittelalter erzählt. Demnach soll der Adlige bei der Jagd einen besonders großen Hirsch verfolgt haben. Als er den Bogen ansetzen wollte, sah er aber plötzlich zwischen dessen Geweih ein Kreuz leuchten und hörte eine Stimme, die sagte, dass er sich nicht nur dem weltlichen Reichtum widmen, sondern auch an das ewige Leben denken solle. Hubertus legte dann die Waffen nieder, gab seine Ämter ab, verschenkte seinen Besitz und lebte als Einsiedler. Später soll er Bischof von Lüttich geworden sein.

„Achtet die Mitgeschöpfe und geht sorgsam mit den Gütern dieser Erde um“, ist folglich die Botschaft des heiligen Hubertus, der sich von einem skrupellosen Jäger zu einem Heger und Bewahrer der Natur gewandelt haben soll.

In Gedenken an den heiligen Hubertus waren sowohl der Ehmken Hoff als auch das voll besetzte Gotteshaus aufwändig geschmückt worden. Die Waidmänner hatten ausgestopfte Tiere aufgestellt, Geweihe aufgehängt und die Fußböden mit Herbstlaub bedeckt.

Mit der öffentlichen Veranstaltung wollte man um mehr Verständnis für die Jagd werben und so mancher Skeptiker hat womöglich ein ganz neues Bild von ihr gewonnen. So wurde am Infomobil der Waidmänner gut nachvollziehbar über die Aufgaben im Lebensraum und Ökosystem Wald aufgeklärt, wo die Jäger vor allem dafür sorgen, die Wildpopulationen im Gleichgewicht zu halten. Schließlich haben viele der heimischen Wildtierarten keine natürlichen Feinde mehr, die für eine natürliche Regulierung Sorge tragen.

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