Haus am Hesterberg feiert 50. Geburtstag / Kita der Lebenshilfe im Haus

Gut aufgestellt und eine große Bereicherung

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Mediengruppe Kreiszeitung

Dörverden - Die sieben Musiker von „ConSono“ ließen es musikalisch richtig flott angehen. Von Volksweisen bis hin zu rockigen Klängen, die man vermutlich nicht unbedingt als Umrahmung des Festakts mit Vortrag von Dr. Jürgen Rinderpacher zum 50-jährigen Jubiläum des Haus am Hesterberg erwartet hatte. Doch an den flotten Klängen störte sich niemand. Im Gegenteil, sie waren eher Symbol dafür, dass die kreiseigene Einrichtung längst in der Jetztzeit angekommen ist.

Das „Haus am Hesterberg“ in Dörverden, vor 50 Jahren als Kreisaltenheim eingeweiht, sei heute ein Stück verwirklichte Solidarität der Gesellschaft mit Senioren und pflegebedürftigen Menschen. Doch der Dienst am Nächsten, die persönliche und mitmenschliche Hilfe sei in der Gesellschaft längst nicht mehr selbstverständlich. Dies war nur eine von vielen Erkenntnissen, die sich gleich einem roten Faden durch sämtliche Redebeiträge beim gestrigen Festakt zog.

„Die Altenhilfe in den 60er- und 70er-Jahren sah völlig anders aus, als die von heute. Nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich und konzeptionell“, umriss Einrichtungsleiterin Elke Lindhof die Entwicklung, die im Erdgeschoss des Hauses eine kleine Ausstellung mit Relikten aus jener Zeit anschaulich dokumentiert.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten habe sich das Haus sehr gut entwickelt, sich den wachsenden Anforderungen des Marktes gestellt und es geschafft, noch „kundenorientierter“ zu werden. Als Beispiel verwies Lindhof auf die Kooperation mit der Lebenshilfe-Kita unter einem Dach. „Jede Einrichtung hat ihr eigenes Konzept, aber es gibt immer wieder Schnittpunkte und ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt.“ Am Erfolg der Einrichtung hätten viele Anteil. So der Landkreis, die Gemeinde, aber ganz besonders die Mitarbeiter, ohne deren Engagement vieles nicht möglich wäre.

Landrat Peter Bohlmann verwies in seinen Grußworten vor allem auf die gesellschaftliche Verpflichtung, die die Kreisbehörde vor 50 Jahren durch den Bau der Alten- und Pflegeeinrichtung eingegangen sei und die sie bis heute erfülle. Das mehrfach umgebaute und erweiterte Haus stehe mit seinen Angeboten an stationärer und teilstationärer Pflege sowie der Möglichkeit zur Tagesbetreuung gut da, die Menschen fühlten sich wohl und die Kreisbehörde werde sich als Auftrag und Verpflichtung auch in Zukunft dafür einsetzen, den guten Ruf des Hauses am Hesterberg weiter zu stärken.

Sommerfest im Haus am Hesterberg

Als große Bereicherung für die Gemeinde bezeichnete Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern die Einrichtung, die zudem zweitgrößter Arbeitgeber sowie ein wichtiger Ausbildungsplatzanbieter sei. „Ich danke ihnen für das, was sie tun“, rief er der Heimleiterin und ihrem Team zu.

Glückwünsche kamen auch von Elke tom Suden vom Heimbeirat sowie von Rosite Meyer von der Kirchengemeinde Westen, während Bernd Dannheisig in seiner Funktion als Fachdienstleiter die Archive gewälzt hatte und einen geschichtlichen Abriss gab. Dabei richtete er auch seinen Blick in die Zukunft und unterstrich, dass die Zukunft des heute 109 Plätze zählenden Hauses in der Qualität liege. Die sei jedoch nicht ausschließlich an Standards zu messen, sondern eine Frage der Haltung zu den dort lebenden Menschen. „Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen 50 Jahren sehr verändert und wir als Träger mussten uns mit ihnen ändern und das werden wir weiterhin tun“, so Dannheisig. Größte Herausforderung für die Zukunft sei die Personalgewinnung.

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