Spender für Lilly können Geld zurückfordern / Benefiz-Fußballturnier auf 2021 verschoben

Hafensänger bieten Rückzahlung an

Das zehnte Benefiz-Fußballturnier soll nun am 19. Juni 2021 in Dörverden-Hülsen stattfinden. Archivfoto: Bruns

Hülsen - Von Wiebke Bruns. Im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens hatten sich die „Hafensänger & Puffmusiker“ besonders auf ihr zehntes Benefiz-Fußballturnier in Dörverden-Hülsen gefreut. Aber infolge der Corona-Pandemie musste der Verein die Veranstaltung absagen. Mit dem Erlös sollte die schwerkranke Lilly aus Syke unterstützt werden, doch die Zehnjährige ist im März verstorben. Der Verein trauert mit der Familie, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft und bietet Familien in finanzieller Not weiterhin seine Hilfe an.

Das Turnier war für den 13. Juni 2020 geplant. Bundesligisten wie Werder Bremen, HSV, Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg hatten sich angemeldet, um ihre U11-Mannschaften gegen regionale Nachwuchsspieler antreten zu lassen. Deren Qualifikationsturniere mussten ebenfalls abgesagt werden.

Es gibt immer ein Kind oder ein Projekt, das mit dem Erlös des Turniers unterstützt wird. In diesem Jahr wollten die Hafensänger das Geld Lilly spenden. Im Dezember hatte der Verein einen Aufruf gestartet, um Lillys Eltern bei der Finanzierung der Behandlungskosten zu unterstützen. Denn diese wurden wegen einer fehlenden Zulassung des verabreichten Medikaments nicht von der Krankenkasse übernommen.

Die zehnjährige Lilly war an einem Tumor erkrankt, der wegen seiner ungünstigen Lage nicht operativ entfernt werden konnte. Doch auch die gestartete Behandlung konnte Lillys Leben nicht retten. Im März starb sie im Kreis ihrer Familie in Syke.

Dank zahlreicher Spender waren innerhalb kürzester Zeit rund 50 000 Euro auf dem Konto der Hafensänger eingegangen. „Nur ein Teil des Geldes wurde für die erfolgte Medikamentierung benötigt“, sagt der Vorsitzende Oliver Wolf. Der Verein hat Lillys Familie, zu der auch zwei Geschwisterkinder gehören, aber zugesagt, die Kosten für die Beerdigung und die spätere Trauerfeier zu übernehmen, die infolge der Corona-Pandemie nicht stattfinden durfte.

Jeder, der explizit für Lilly gespendet hat, kann dennoch anteilig den nicht verwendeten Spendenanteil zurückverlangen. Ganz gleich, ob es 5 oder 5 000 Euro waren. Den Anteil zu berechnen, benötigt jedoch noch etwas Zeit.

„Wir werden aber nur die Großspender kontaktieren können“, sagt Schriftführerin Petra Schulenburg. Denn von diesen hat man Kontaktdaten. Von dem Großteil der Spender seien lediglich die Bankverbindungen bekannt. Diese Spender versuchen die Hafensänger nun über die Zeitung und soziale Medien über die Möglichkeit der Rückerstattung zu informieren. Wer diese nicht wünscht, kann gewiss sein, dass das Geld dem Vereinszweck entsprechend für andere körperlich und sozial benachteiligte Kinder verwendet wird, versichert Oliver Wolf.

Kontakt

Weil derzeit viele Familien in finanzielle Not geraten dürften, bieten die Hafensänger diesen ihre Hilfe an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.hafensaenger-und-puffmusiker.de.

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