296 Romane und 170 Sachbücher

Grundschule Dörverden eröffnet neue Bücherei

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Es dauerte nur wenige Minuten, da war die neue Bücherei voller Menschen. Neben den Schülern und Lehrern schauten auch zahlreiche Eltern und die Vorlesepaten vorbei. Bürgermeister Alexander von Seggern brachte zum Start ein Buchgeschenk mit.

Dörverden - Schnippschnapp – und schon hatte die siebenjährige Rouzin das Band durchgeschnitten. Das Mädchen aus Syrien hatte gestern die Aufgabe, mit diesem symbolischen Akt die neue Bücherei der Grundschule Dörverden einzuweihen. Und das vor großem Publikum: Weil zeitgleich die Präsentation der Projekttage lief, war die Schule voller Besucher.

Schulleiterin Sigrid Lüscher berichtete den Gästen in einer kleinen Rede, dass es auch früher schon eine Bücherei gegeben habe, „aber die war nichts Halbes und nichts Ganzes.“ Der Raum sei auch als Küche und als Computerraum genutzt worden, die Bücher seien zum Teil veraltet gewesen. Lüscher erklärte danach den Kindern und Eltern, warum ihr das Thema Bücherei besonders am Herzen liege: „Weil das Lesen einfach so wichtig ist. Es fördert die Kreativität. Und wer liest, kann sich besser in andere hineinversetzen.“ Und nicht zuletzt helfe das Lesen auch beim Schreiben.

Lehrerinnen haben neues Konzept erstellt

Kaum war das Band durchgeschnitten, stürmten die kleinen Leseratten den großen Raum, griffen sich Bücher, ließen sich auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten nieder und begannen direkt zu schmökern. Die Erwachsenen, die seit zwei Jahren mit viel Leidenschaft und Herzblut an der Einrichtung der neuen Bücherei gearbeitet hatten, beobachteten das Geschehen hochzufrieden – genau so hatten sie sich das vorgestellt.

Die Lehrerinnen Stefanie Klabunde und Fabienne Kastens haben sich im Vorfeld besonders engagiert: Sie haben ein Konzept erstellt, Fortbildungen besucht, sich von Profis beraten lassen, alte Bücher aussortiert und neue angeschafft, ein Ausleihsystem eingeführt. „Es war viel Arbeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht“, erzählt Stefanie Klabunde.

Mitarbeiter hoffen auf weitere Unterstützung der Eltern

Mithelfen beim Betrieb wird künftig die pädagogische Mitarbeiterin Friederike Berg, aber auch Eltern sollen mit ins Boot geholt werden, berichtet Sigrid Lüscher. Der Betrieb soll so gestaltet werden, dass auch die Kinder von der Außenstelle in Barme die Möglichkeit haben, sich Bücher auszuleihen.

Das Mediensortiment, das laut Lüscher stetig wachsen soll, kann sich bereits sehen lassen. So stehen – neben vier brandneuen Computern – 466 Bücher zur Verfügung, davon 296 Romane und 170 Sachbücher. Die Frühstücksmütter spendierten 30 „Was ist was?“-Wissensbücher, der Schulverein unterstützte die Einrichtung mit 200 Euro.

Viele Gründe also, diesen Tag angemessen zu feiern. Und so sangen die Schüler lautstark „Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen“ und nahmen danach an einer spannenden Büchereirallye teil. Bürgermeister Alexander von Seggern brachte ein Buch als Geschenk mit und neugierig warfen auch die beiden Vorlesepaten, Annelene und Klaus Schönemann, einen Blick in das neue Leseparadies: Ein rundum gelunger Start für die neue Bücherei.

rei

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