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Statkraft-Mitarbeiter unterstützen Wildtierpflegestelle: Große Hilfe für kleine Kitze

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Von: Wiebke Bruns

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Männer und Frauen im Freien, zwischen ihnen ein Plakat mit einem Rehkitz. Einer hält eine Drohne in der Hand.
Mit einer Spende in Höhe 1 800 Euro konnten Jürrn-Eike Mustroph und Axel Schröder von der Statkraft (links) Julia und Heiko Linz sowie Michele Lang von der Wildtierpflegestelle Verden bei der Anschaffung der neuen Drohne unterstützen. © Bruns

1800 Euro für Anschaffung einer Drohne

Dörverden – Besuch von zwei Mitarbeitern des norwegischen Energiekonzerns Statkraft bekam vor kurzem die Wildtierpflegestelle Verden. Der Dörverdener Standortleiter Axel Schröder und Mitarbeiter Jürrn-Eike Mustroph übergaben einen symbolischen Scheck über 1 800 Euro. Mit diesem Betrag wird der Verein bei der Anschaffung einer Drohne für die Rettung von Rehkitzen unterstützt.

Igel in bedrohlicher Situation

Bis er im vergangenen Jahr selbst zum Igelretter wurde, hatte Mustroph noch nie etwas von dem Verein Wildtierpflegestelle Verden gehört. Eine Passantin hatte das Tier am Laufwasserkraftwerk seines Arbeitgebers in Drakenburg (Kreis Nienburg) entdeckt. Vermutlich in die Weser gefallen, saß der stachelige Geselle dort fest, wo sich Geäst und ähnliches vor der Turbine sammeln. „Er hatte sich auf einen dünnen Baumstamm gerettet“, erinnerte sich Jürrn-Eike Mustroph an die Situation.

Rettung mit Drei-Tonnen-Bagger

Mit einem Drei-Tonnen-Bagger versuchte der Elektriker, das hilflose Tier zu retten, was sich jedoch schwierig gestaltete, denn der kleine Kerl bewegte sich nicht auf die Schaufel. „Ich wollte ihn auf keinen Fall verletzen“, berichtete der Retter. „Erst als der Igel einen nassen Po bekam“, so Mustroph, habe dieser sich in Bewegung gesetzt. Unverletzt konnte er den stacheligen Gesellen direkt wieder in die Freiheit entlassen. Dieses Mal mit reichlich Abstand zum Flussufer.

Kollegen erzählen von der Wildtierpflegestelle

Mustroph berichtete Kollegen von der Aktion. Einer hatte mal einen Igel nach Verden in die Wildtierpflegestelle gebracht. So erfuhr er von Julia Linz und ihrem großen Engagement bei der Versorgung verwaister und verletzter Wildtiere. Erst warb er bei Freunden um Spenden, dann bei seinem Arbeitgeber. „Alle bei uns sind so tierlieb. Wenn etwas ist, dann helfen wir den Tieren. Das trägt auch zu meinem Wohlergehen bei“, sagte Mustroph.

Beim zweiten Mal besuchte er die Wildtierpflegestelle auf dem Grundstück von Familie Linz mit Standortleiter Axel Schröder, der sich nicht weniger interessiert und begeistert zeigte. Und ein weiteres Treffen wurde schon vereinbart. Beide Männer wollen bei einer Rehkitzrettung dabei sein, denn die Spende ist in die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildkamera geflossen.

Die Gesamtkosten inklusive Zubehör liegen rund 9 500 Euro, berichtete Julia Linz. Ein großer Posten für den kleinen Verein neben den vielen laufenden Kosten, die für die Versorgung und Behandlung unterschiedlichster Wildtiere anfallen.  

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