Neue Anlage für die Friedhofskapelle

Glocken läuten auch in Zukunft

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Es geht auch künftig manuell: Pastor Florian von Issendorf zeigt, wie die neue Läutanlage bedient wird.

Hülsen - „Als wir klein waren, und samstags, um 18 Uhr, die Glocken den Sonntag eingeläutet haben, dann wussten wir: Jetzt aber ab nach Hause, sonst gibt es Ärger“, berichtet die Hülsenerin Karin Gottschalk lachend. Volker Schnabel ergänzt: „Und auch für uns Erwachsener haben die Glocken am Samstagabend eine Bedeutung. Sie sagen uns: Jetzt leg aber mal wirklich die Arbeit nieder, denn nun ist Wochenende.“

Für die Bürger aus Hülsen spielt das kirchliche Glockengeläut eine nicht unwichtige Rolle. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die Ortschaft mit vereinten Kräften dafür gesorgt hat, dass in der kleinen Ortschaften auch in Zukunft regelmäßig die Glocken erklingen.

Vor Kurzem wurde eine neue, elektronisch gesteuerte Läutanlage in der Friedhofskapelle installiert. „Über 30 Jahre lang musste die Glocke zum Beispiel für das Läuten am Samstag, zu Weihnachten und zu Silvester noch vor Ort ein- und ausgeschaltet werden“, berichtet Pastor Florian von Issendorff. „Mit der neuen Läuteanlage passiert das jetzt automatisch, die Zeitpunkte sind fest einprogrammiert. So läutet die Glocke in Hülsen, auch ohne, dass jemand vor Ort sein muss.“

Das manuelle Läuten wurde bisher zunächst von der Familie Scheibe, später dann von Familie Wenzel übernommen. „Für ihre Zuverlässigkeit sind wir sehr dankbar“, berichtet von Issendorff. Renate Wenzel hätte sich, so der Pastor, dazu bereit erklärt, auch zukünftig zur Stelle zu sein, wenn es gilt, um 12 Uhr mittags manuell die Glocken zu läuten, wenn ein Hülsener Bürger verstorben ist.

„Auch wenn der Friedhof inklusive der Kapelle eine kommunale Einrichtung ist: Da es sich bei dem Läuten um eine kirchliche Angelegenheit handelt, konnte die Kommune nicht für die Kosten der neuen Anlage aufkommen“, erklärt Bürgermeister Alexander von Seggern. „Deswegen sind wir sehr froh, dass sich die Ortschaft Hülsen mit vereinten Kräften um die Finanzierung gekümmert hat.“

Stiftung „Etwas tun für St. Annen“ gibt Geld dazu

Neben der Ortschaft Hülsen hat die Stiftung „Etwas tun für St. Annen“ Geld dazu gegeben. Stiftungsvorsitzender Dietrich Kerwat zeigte sich sehr froh, dass die Kapitalerträge an dieser Stelle einem Zwecke zugute kommen, der für die Gemeindeglieder sicht- und hörbar sei. Auch die Freiwillige Feuerwehr Hülsen hat sich beteiligt. „Die Erlöse aus der Papiersammlung der Frauen, die zweimal im Jahr stattfindet, werden stets einem guten Zweck gespendet“, berichtet Ortsbrandmeister Volker Schnabel. Karin Gottschalk, die die Papiersammlungen der Frauen organisiert, berichtet: „In der Vergangenheit haben wir zum Beispiel schon den örtlichen Kindergarten unterstützt.“ Auch zwei Hülsener Firmen haben sich an der Finanzierung der neuen Läuteanlage beteiligt.

Jetzt konnte die Kirchengemeinde sie der Kommune als Geschenk übergeben. Dafür bedankte sich Alexander von Seggern und wies daraufhin, dass der Verwaltungsausschuss in Kürze einen formellen Beschluss darüber fassen muss, wie es bei Spenden in Höhe von mehr als 100 Euro notwendig sei.

rei

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