Ein Buch für Tierfreunde

Hülsenerin schreibt Hommage an ihre Hovawart-Hündin

Gisela Gersch-Gernoth.

Hülsen - Sie war elegant, sensibel und schön. Ihr Name war Paula und sie hat das Leben ihrer Lieben nachhaltig geprägt. So sehr, dass ihre Besitzerin, Gisela Gersch-Gernoth, ein Buch über die Hovawart-Hündin geschrieben hat. „Mein Haus, mein Hof, mein Rudel“ heißt das Werk, das viele Geschichten aus dem Leben der Hundedame beinhaltet, dazu zahlreiche Zeichnungen aus der Feder der Hülsener Autorin.

Was ein Stupser mit der feuchten Schnauze auslösen, was einem ein freudiges Schwanzwedeln bedeuten kann, das können wohl nur „Hundemenschen“ nachvollziehen. Und genau diesen dürfte das Buch über Paula gefallen. In den unterhaltsamen, aber nicht auf Spannung oder Pointen ausgelegten Geschichten erzählt die Autorin das Leben ihrer Hündin in aller Seelenruhe nach.

Das Buch beginnt mit der Entscheidung von Gisela Gersch-Gernoth und ihrem Mann Wolfgang, sich einen Hund zuzulegen. Die Geschichten nehmen den Leser mit zum ersten Kennenlernen bei einem Hobbyzüchter. Dort braucht der Welpe nur wenige Sekunden, um seine neuen Besitzer von sich zu überzeugen. „Unsere Herzen haben sich für dieses kleine Fellknäuel mit den so großen Pfoten entschieden“, erinnert sich Gersch-Gernoth. Paulas erste Autofahrt, ihre erste Läufigkeit oder die erste Bekanntschaft mit anderen Hunden – der Leser darf dabei sein, wenn Paula die Welt entdeckt und ihre Besitzer das neue Familienmitglied ins Herz schließen.

Das kleine Rudel 2007. 

In ihren ersten Lebensjahren begleitet Paula ihre Familie zum Beispiel bei zahlreichen Urlaubsfahrten in malerische Landschaften. Sei es auf die Alm, wo sie ihre nicht ganz ungefährliche Leidenschaft für Kühe entdeckt, oder an den Atlantik, wo sie viel zu viel Salzwasser trinkt. Viele Abenteuer tun sich der neugierigen Hündin in der weiten Welt auf, doch das Wichtigste ist, dass das Rudel zusammen ist und das Schweineohr dabei. Aber auch Komplimente hört Paula gern, so zum Beispiel die von verzückten Italienern auf einem Markt in der Toskana: „Che bello cane!“ – Welch ein schöner Hund!

Als Paula fünf Jahre alt ist, gibt es eine Veränderung in ihrem Leben: Sie zieht sie mit Herrchen und Frauchen aus der Nähe von Hannover auf einen Resthof im Landkreis Diepholz. Wie Paula der Ortswechsel gefällt, und was sie in der naturnahen Umgebung alles erlebt, beschreibt das Buch ebenfalls. Das Rudel wird erweitert: Hühner, Schafe und Katzen werden ihre neuen Freunde. Aber auch die Vier- und Zweibeiner im Dorf erfordern ihre ganze Aufmerksamkeit. Dass Paula ihrem Wesen entsprechend überall für Ordnung sorgt, ist natürlich klar.

Ein Hundeleben ist nicht nur rosig

Aber ein Leben, auch ein Hundeleben, hat nicht nur rosige Seiten. So schreibt Gersch-Gernoth, die mittlerweile in Hülsen wohnt, auch von entzündeten Pfoten, Beißereien und – natürlich – am Ende auch vom schmerzvollen Abschied.

„Mein Haus, mein Hof, mein Rudel“ erzählt von den Eigenarten der Hunderasse der Hovawarts, aber vor allem in leisen Tönen davon, wie ein behutsamer Umgang eine innige Beziehung zwischen Mensch und Hund entstehen lässt. Ein Buch, so sensibel wie der Hund, von dem es handelt.

rei

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