Generationenübergreifende Aktion der Kita und des Seniorenheims „Mein Zuhause“

Ein Gewinn für beide Seiten

Vorleseopa Walter Sledz ist beim Frühstück ein gefragter Mann.

Dörverden - Es war ein besonderes Frühstück, zu dem Silvia Nast vom Betreuungsteam der Senioreneinrichtung „Mein Zuhause Dörverden“ eingeladen hatte. Die Grüne Gruppe der Kindertagesstätte Dörverden war zu Gast. Da der Kontakt zwischen Kindern, Erzieherinnen und Senioren schon seit fast fünf Jahren besteht, war diese gemeinsame Aktion auch als kleines Dankeschön für die Kinder gedacht.

Es ist Frühstückszeit in der Senioreneinrichtung „Mein Zuhause“. Und „Kindergartenkinder-Besuchstag“, worüber sich Sofie Manning und weitere Bewohner ganz besonders freuen. Denn die Kinder aus der Grünen Gruppe sind regelmäßig in der Einrichtung zu Gast. Sie spielen, singen, kochen und basteln mit den alten Menschen, während Bewohner Walter Sledz im Gegenzug einmal wöchentlich den Vorlese-Opa in der Kita gibt.

Daher ist Sledz den Kindern auch besonders vertraut und auch in der Frühstücksrunde ein gefragter Mann. „Walter, hilfst du mir mein Brötchen zu schmieren? Walter, gibst du mir Milch? Walter, Leonie ärgert mich.“ Sledz war folglich so beschäftigt, dass er selbst in dieser generationenübergreifenden Frühstücksrunde gar nicht zum Essen kam.

„Schmeckt es Dir auch?“, möchte Matti von seinem betagten Tischnachbarn wissen, der die Frage scheinbar reglos aufnimmt. Doch dann huscht ein Lächeln über das Gesicht des alten Herrn, er nickt stumm, zögert noch einen kleinen Moment und greift dann zu seinem mit Käse belegten Brötchen und beißt mit Appetit hinein. „Schmeckt gut“, sagt er.

„Wenn die Kinder kommen, ist das für unsere Bewohner eine schöne Abwechslung“, erzählt Silvia Nast. „Ganz begeistert berichten die Senioren von den gemeinsamen Aktivitäten. „Unsere Bewohner haben in den vergangenen Tagen Osterkörbchen für die Kinder gebastelt. Die sind jetzt im Garten versteckt und werden nachher noch von den Kleinen gesucht.“

Die Begegnungen der Generationen tun beiden Seiten gut, ist sich Nast mit den Erzieherinnen Jacqueline Witte und Melanie Wagner einig. „Die meisten Kinder haben zwar noch Großeltern, aber die sind in der Regel noch jünger. Die Menschen, mit denen sie hier zusammen kommen, sind noch eine Generation älter.“ - nie

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