Fünf Männer müssen vor Gericht

Gewalt in der Silvesternacht: Anklage erhoben

Der Tatort in Dörverden. - Archiv-Foto: Bruns
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Der Tatort in Dörverden.

Dörverden - Fast ein Jahr haben die Ermittlungen gedauert, jetzt steht fest, dass sich fünf Angeklagte aus dem Landkreis Verden und dem Heidekreis für den Tod eines 42-Jährigen in der Silvesternacht 2015/2016 in Dörverden vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft Verden hat gegen die 20 bis 30 Jahre alten Männer aus Dörverden, Verden und Hodenhagen Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben. Dies bestätigte gestern auf Nachfrage Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden.

Die Tat soll sich gegen 4 Uhr vor einer Gaststätte an der Kreuzung Große Straße/Kirchstraße in Dörverden ereignet haben. Zuvor sei eine Silvesterfeier in der Gaststätte aufgelöst worden. Warum, konnte Gaebel nicht sagen. Es stehe aber nicht in Zusammenhang mit der späteren Tat.

„Es kam dann zu Streitigkeiten vor dem Lokal“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Daran seien jedoch zunächst weder das spätere Opfer noch die Angeklagten beteiligt gewesen. Mehrere Personen hätten sich dann aber eingemischt. So auch der später Verstorbene. „Einer der Angeklagten ist darauf aufmerksam geworden und fragte was los sei“, so Gaebel. Daraufhin sei es zwischen mehreren Personen zu Pöbeleien gekommen, die dann in Schläge ausgeartet seien.

„Im Rahmen dieser körperlichen Auseinandersetzungen sollen die Angeklagten im bewussten und gewollten Zusammenwirken das spätere Opfer umringt haben“, sagte Gaebel. Der 42-Jährige soll von einem der Angeklagten mit einer Schreckschusswaffe auf den Hinterkopf geschlagen worden sein. Daraufhin sei der 42-Jährige zu Boden gegangen und später auf dem Weg ins Krankenhaus, kurz vor Erreichen der Klinik, im Rettungswagen verstorben.

Laut der Anklageschrift soll ein Herzstillstand Todesursache gewesen sein. Kurz nach der Tat war von einem Tod durch Ersticken an Erbrochenem ausgegangen worden. Zur Todesursache sind zwei Sachverständigengutachten angefordert worden, erklärte Gaebel. Dies habe dazu beigetragen, dass sich die Ermittlungen über fast ein Jahr hingezogen haben.

Die Angeklagten werden sich vor der 3. Großen Strafkammer als Schwurgericht des Landgerichts Verden verantworten müssen. Körperverletzung mit Todesfolge gehöre zu den Kapitaldelikten und dafür sei das Schwurgericht zuständig, erklärte Gaebel. Wann mit dem Prozessauftakt zu rechnen ist, konnte er nicht sagen. 

wb

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