Neue Urnengemeinschaftsanlagen für Dörverden und Hülsen

Gemeinde Dörverden entwickelt Friedhöfe weiter

Ein Mann mit oranger Jacke kniet neben Gräbern.
+
Nicht mehr viel Platz: Timo Mitzko zeigt die wenigen freien Grabstellen auf der bestehenden Anlage.

Einen Ort zum Gedenken an Verstorbene anzulegen, das ist auch für die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes eine nicht alltägliche Herausforderung. Aber sie tun es gerne, weil sie wissen, wie wichtig ein würdevoller Ort zum Trauern für die Angehörigen ist. Im Frühjahr sollen auf dem Waldfriedhof in Dörverden und auf dem Friedhof in Hülsen neue Urnengemeinschaftsanlagen angelegt werden.

Dörverden – Das Geld hat die Politik bereits bereitgestellt. Und der Bedarf ist da. Die bestehenden Anlagen sind bereits nahezu voll belegt.

„Zehn Plätze müssten hier noch frei sein“, sagt Timo Mitzko vom Bauhof und kniet sich hin. Dabei entfernt er vorsichtig etwas Blumenschmuck von einer Grabplatte und legt sie einige Meter weiter am zentralen Gedenkstein ab. Es sei nicht erlaubt, im Bereich der Grabplatten etwas abzulegen, berichtet Mitzko. Wenn es doch jemand tut, würden die Bauhofmitarbeiter den Schmuck aber nicht wegwerfen, sondern ihn an die dafür vorgesehene Stelle legen.

Die erste Beisetzung auf der bestehenden Anlage in Dörverden, die insgesamt Platz für 110 Urnen bietet, erfolgte im Jahr 2011. Zehn Jahre später ist sie fast voll belegt. Gefühlt gehe der Trend in Richtung Urnenbeisetzung, sagt Mitzko. „Dabei war sie früher eindeutig die Ausnahme.“

Mehr Plätze auf den neuen Anlagen

Die Urnengemeinschaftsanlage wird gern als Bestattungsform gewählt, weil sie einen angemessenen Ort zum Gedenken bietet: Über jeder beigesetzten Urne liegt eine Grabplatte mit dem Namen des Verstorbenen. Damit verbunden ist aber im Vergleich zu den Erdgräbern keine Pflege – diese übernimmt komplett der Bauhof. Eine geeignete Bestattungsform also zum Beispiel für Menschen, deren Angehörige weit entfernt wohnen oder nicht in der Lage dazu sind, ein Grab zu pflegen.

Das Bauhofteam pflege alle fünf gemeindlichen Friedhöfe, mähe dort die Grünflächen, schneide die Hecken und kümmere sich um das Erscheinungsbild der Urnengemeinschaftsanlagen. Eine Arbeit, die alle Mitarbeiter sehr ernst nehmen würden. „Die Kollegen vom Baubetriebshof wissen, dass diese Orte einen besonders hohen Stellenwert für die Angehörigen haben“, sagt Günter Ebenthal, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, der sich heute den Ort zeigen lässt, wo die neue Anlage hin soll.

Direkt gegenüber der bestehenden Anlage befindet sich im Moment noch eine Freifläche, wo der neue Gedenkort gespiegelt angelegt werden soll. „Optisch ist die neue Anlage grundsätzlich identisch mit der alten“, sagt Mitzko. Allerdings sollen die Urnengräber hier nicht, wie bisher, zwei- sondern dreireihig angelegt werden. So können bei nahezu gleicher Flächeninanspruchnahme die möglichen Plätze auf 144 erhöht werden.

Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen

„Wir werden zunächst nur den Mittelbogen mit 48 Plätzen anlegen“, berichtet Mitzko. Die Erweiterung um die beiden Außenreihen könne dann nach Bedarf ausgeführt werden. Natürlich soll es aber von Anfang an einen befestigten Weg und einen zentralen Gedenkplatz mit Stein geben.

Auf diese Weise soll auch in Hülsen vorgegangen werden. Die dort bestehende Anlage bietet Platz für 34 Urnenbeisetzungen, die erste Beisetzung erfolgte im Jahr 2013. Dort stehen aktuell nur noch fünf freie Plätze zur Verfügung. Wie Mitzko erklärt, sei das Flächenangebot in Hülsen etwas eingeschränkter, sodass eine Spiegelung der Anlage nicht möglich sei. Der neue Gedenkort soll deswegen auf einer Freifläche etwas näher am Eingangsbereich seinen Platz finden.

Die Arbeiten auf beiden Friedhöfen sollen beginnen, sobald es sicher frostfrei ist.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald

Verdacht auf Wilderei im Stadtwald
Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu

Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu

Verdächtiger gibt tödliche Schüsse in Fischerhude zu
Pferden droht Zwangsversteigerung

Pferden droht Zwangsversteigerung

Pferden droht Zwangsversteigerung
Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

Kommentare