Defekt in der Steuerung

Binnenschiff in neuer Schleuse in Dörverden eingeschlossen

+
Dirk Berlage ist unfreiwillig in Dörverden „gestrandet“. Der Binnenschiffer wollte eigentlich nach Bremen.

Dörverden - Ein unfreiwilliger Aufenthalt in Dörverden liegt hinter Dirk Berlage aus Weyhe. Von Montag- bis Dienstagnachmittag musste der Binnenschiffer in der neuen Schleuse ausharren. Aufgrund einer technischen Störung der Anlage war sein Frachter in dem Bauwerk eingeschlossen.

Dirk Berlage war mit seinem 100 Meter langem Frachter am Montagnachmittag in die Schleuse eingefahren. „Ich kam aus Magdeburg und wollte nach Bremen. Ich bin das Risiko eingegangen, es war bekannt, dass es ein Problem mit der Schleuse gibt“, sagt Berlage. Nach einer Probeschleusung ohne Schiff seien aber alle davon ausgegangen, dass die Technik wieder funktioniert. Also ist Berlage hineingefahren. Aufgrund einer Störung in der Steuerung, so berichtet das Wasser- und Schifffahrtsamt Verden (WSA) in einer Pressemitteilung, konnte der Schleusenvorgang jedoch nicht zu Ende geführt werden. Berlage war eingeschlossen.

„Was soll ich mich jetzt aufregen, bringt ja doch nichts“, sagte der Binnenschiffer gestern Mittag. „Die Leute vom Wasser- und Schifffahrtsamt geben ja auch wirklich ihr Bestes, damit das Problem behoben wird.“ Nur sei es schon ärgerlich, dass ein 44 Millionen teures, neues Bauwerk so fehleranfällig sei. Seit der Fertigstellung der Schleuse im September 2013 hat es schon mehrfach Ausfälle und Störungen gegeben. „Sehen Sie die kleine Schleuse da gegenüber? Die ist von 1939 und funktioniert noch immer einwandfrei“, so Berlage. Die neueste Technik sei anscheinend nicht immer die beste. „Ich werde mir jedenfalls künftig zweimal überlegen, ob ich diese Route nehme“, sagte der Weyher, der berichtete, dass sein Frachter Mais geladen habe, auf den ein Kunde aus Bremen warte.

Dieser Kran musste eines der Tore anheben. - Foto: Niemann

Mitarbeiter des WSA leiteten Notfallmaßnahmen ein, um das Schiff aus der Schleusenkammer zu befreien. So wurde gestern Nachmittag ein Autokran nach Dörverden bestellt, mit dem eines der Stemmtore der Schleuse angehoben werden konnte. Auf diese Weise konnte der Frachter befreit werden und Berlage gegen 15 Uhr seine Fahrt nach Bremen fortsetzen.

Die neue Schleuse bleibt bis auf Weiteres außer Betrieb, teilte das WSA gestern mit. Schiffe mit einer Länge von bis zu 85 Meter könnten die kleine Schleuse weiterhin nutzen. „Das WSA Verden und das Neubauamt Hannover arbeiten intensiv an der Ursachenfindung der Störungen, um die Einschränkungen für größere Schiffe möglichst gering zu halten“, heißt es in der Pressemitteilung des WSA weiter. 

rei

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Altpapiercontainer gerät in Brand

Altpapiercontainer gerät in Brand

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

Meistgelesene Artikel

„Das erste Buch“ wird an alle Erstklässler in Oyten und Sagehorn verschenkt

„Das erste Buch“ wird an alle Erstklässler in Oyten und Sagehorn verschenkt

Kinder-Second-Hand-Basars überreicht 650 Euro an „Café Wir in Achim“

Kinder-Second-Hand-Basars überreicht 650 Euro an „Café Wir in Achim“

Unbekannter verschenkt in Verden Teddy an kleines Mädchen

Unbekannter verschenkt in Verden Teddy an kleines Mädchen

Luttumer Grundschüler setzen Zwiebeln

Luttumer Grundschüler setzen Zwiebeln

Kommentare