Gedenkgottesdienst für verunglückte Motorradfahrer in Westen / Mehr als 240 Teilnehmer

„Die Hoffnung hat das letzte Wort“

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Die mehr als 240 Biker bei ihrer Ankunft in Westen.

Westen - 240 Motorräder und Trikes starteten am Sonntag vom Parkplatz der Kreisverwaltung Verden zur Demonstrationsfahrt für mehr Partnerschaft und Sicherheit im Straßenverkehr durch den Landkreis Verden und den Heidekreis.

Ausrichter war bereits zum 48. Mal die seit mehr als 23 Jahren bestehende Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer Heavens Rider Westen (ACM), die 1992 von der damaligen Westener Pastorin Gabriele Delaminsky gegründet worden war. Am Ende fand in der Westener St.-Annen-Kirche traditionell der Saisonabschluss-Gottesdienst, verbunden mit dem Gedenken an die verunglückten und getöteten Motorradfahrer statt, der von Pastor Florian von Issendorff gehalten wurde. Organist Klaus Sundermann sorgte für passende Musik.

Vor Beginn des Gottesdienstes erhielten Wilfried Jörgens aus Neustadt, mit 83 Jahren ältester Teilnehmer, Reinhard Wutzke und Bernhard Borgwardt vom ACM Lübeck, die mit 190 Kilometern die weiteste Anfahrt hatten, sowie Bärbel Weitkus aus Ottersberg, die im April den Führerschein gemacht hatte, für ihre erste Teilnahme aus der Hand der Organisatorin Rosite Meyer ein kleines Erinnerungsgeschenk.

48. Demofahrt ACM Heavens Rider Westen

Bevor dann mit dem Lied „Danke“ der Gottesdienst begann, wünschten die Besucher mit dem Lied „Viel Glück und viel Segen“, dem frisch vermählten Pastor alles Gute. In seiner Predigt, die bei allen gut ankam, sprach von Issendorff über die Nähe Gottes angesichts von Leid und Tod. „Das Gefühl, von Gott verlassen zu sein, kennen viele Menschen – besonders wenn wir wie heute an den Tod so vieler Motorradfahrer denken“, sagte er. Am Ende der Saison, so von Issendorff, habe aber die Hoffnung das letzte Wort.

Vor und nach dem Gottesdienst ließen sich die Biker Kaffee und die von den Westener Bürgern gestifteten selbst gebackenen Kuchen schmecken. Einige Motorradfahrer nutzten die Möglichkeit, gegen eine Spende Lederbekleidung zu kaufen, die von Christa Michaelis und Elke Huss von der Kleiderstube der Kirchengemeinde, „Sonne in Westen“, angeboten wurde.

Abschließend bedankten sich die Verantwortlichen der ACM bei allen, zum Beispiel der Polizei, dem DRK, dem Sicherungspersonal und allen anderen, die dafür gesorgt hatten, dass die Veranstaltung wieder einmal erfolgreich verlaufen war.

kt

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