Westener freut sich über den braven Vierbeiner und sein ehrliches Frauchen

Gebirgsschweißhund Ben erweist sich als Glücksbringer

Veronika Winsemann und Klaus Höltke mit Ben. An dieser Stelle nahe der Hoyaer Straße hat der Hund das vermisste Portemonnaie gefunden und apportiert. - Foto: Kattwinkel

Westen - Vor einigen Tagen sorgte Ben, ein eineinhalbjähriger bayrischer Gebirgsschweißhund, für Glücksmomente bei Klaus Höltke: Dank dem Vierbeiner blieben ihm nervige Behördengänge erspart.

Vor drei Wochen war der Westener mit seinem Auto in Richtung Eystrup gefahren, um Besorgungen zu machen. Vor der Abfahrt hatte er seine Geldbörse auf dem Dach des Fahrzeuges abgelegt und dann vergessen. Erst nach der Ankunft in Eystrup fiel es ihm wieder ein. Natürlich war die Börse, die zwar nicht viel Geld, aber Personalausweis und Führerschein enthielt, nicht mehr da. Sofort kehrte er um und fuhr die Strecke ab, um zu suchen. Ohne Erfolg. „Später sind meine Frau und ich die Strecke noch einmal mit dem Fahrrad abgefahren und haben gesucht. Erneut ohne Erfolg“, so Klaus Höltke.

Drei Wochen später war die Überraschung umso größer. Vor der Tür des Ehepaars Höltke stand die Westenerin Veronika Winsemann mit ihrem Hund Ben. Bei einem Spaziergang auf einem Wirtschaftsweg nahe der Hoyaer Straße, der Fahrtstrecke von Klaus Höltke, kam Ben plötzlich mit etwas im Maul auf sie zu. „Ich dachte noch bei mir: Was schleppt er jetzt an?“, so Veronika Winsemann.

Dann legte er den Fund vor ihren Füßen ab. Es war eine Geldbörse. „Sie war ganz durchgeweicht, deshalb habe ich den Inhalt nicht herausgenommen, um nichts zu beschädigen. Aber anhand des Bildes von Marita Höltke, der Frau von Klaus Höltke in einem Vorfach, wußte ich, dass er der Besitzer war. Als ich das Portemonnaie abgab, war der Eigentümer nicht im Hause. Aber seine Frau nahm mich glücklich in die Arme“, so Veronika Winsemann. Blieben ihrem Mann doch einige Behördenwege und Kosten erspart.

Natürlich kam auch Ben nicht zu kurz. Er bekam als Finderlohn „Futtergeld“, das wohl für manches Leckerli reicht. „Aber darum ging es mir nicht. Ich habe mich einfach gefreut, dass ich jemanden glücklich machen konnte“, erzählt das Frauchen. Obwohl Ben vom Charakter her ein sehr lieber Hund sei, mache sie seit einem halben Jahr eine „Gehorsamsausbildung“ mit ihm, die bereits Fortschritte zeige.

Ihr Mann Tino, der Jäger ist, kümmere sich zurzeit um Bens Ausbildung zum Schweißhund. Nach Abschluss kann er Wild aufspüren. Geldbörsen sind dann sicher Nebensache. - kt

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