Gebäck und Gassenhauer zur Teezeit

Veranstaltung mit „Tea for Two“ ausverkauft

Hagen Meyer und Pianist Ulrich Boss kassierten für ihre Interpretationen der Lieder rauschenden Beifall.

Dörverden - Heimelig-kuschelig ging es am Sonnabendnachmittag beim „Five o‘clock Tea“ auf dem Kulturgut Ehmken Hoff zu. Mehr als 80 Gäste waren der Einladung zur britischen Tea-Time gefolgt, genossen die gemütliche Atmosphäre und lauschten den Musikern von „Tea for Two“, die gar nicht anders konnten, als sich warm zu spielen (und zu singen). Und das taten sie an diesem frostigen Nachmittag mit Leidenschaft und Freude an Schlagern, Schmachtfetzen und Gassenhauern der 20er- und 30er-Jahre.

Zeitlos unterhaltsam sind die Couplets und Musikdichtungen von Otto Reutter, Friedrich Hollaender, Walter Jurmann & Co. Kompositionen, in denen vom „Überzieher“ oder vom „gewissenhaften Maurer“ erzählt wird oder in denen den Damen geraten wird: „Nehm’n Sie ‘n Alten!“.

Der Gymnasiallehrer Hagen Meyer hat vor mehr als 15 Jahren sein Herz, Faible und Talent für diese Art von Musik für sich entdeckt und tritt mit seinem kongenialen Partner am Piano, dem Musiker Ulrich Boss aus Jena, als Duo „Tea for Two“ auf. Gemeinsam begeben sie sich immer wieder aufs Neue auf Spurensuche und holen teils vergessene musikalische Juwelen hervor, die von der Zeit der 1920er- und -30er Jahre erzählen.

Gut unterhalten fühlten sich die Besucher beim ersten Dörverdener „Five o’clock Tea“. - Fotos: Niemann

Und die Fangemeinde des Duos ist inzwischen rasant gewachsen. Das zeigte sich am Sonnabend auch auf dem Kulturgut, wo die Veranstaltungspremiere des „Five o’clock Tea“ mit „Tea for two“ auf Anhieb ausverkauft war. Rauschender Beifall war den Künstlern von Anfang an gewiss und das nicht allein bei den vielen bekannten Ohrwürmern. Denn zu Gehör brachte das Duo neben den Gassenhauern auch etliche unbekanntere Stücke, die sie gekonnt kontrastreich in eine lockere Abfolge gesetzt hatten. Und wer den Texten aufmerksam lauschte, konnte zudem feststellen, wie zeitlos ein Großteil der Lieddichtung bis heute anmutet und wie glänzend es schon die damaligen Komponisten verstanden haben, selbst beißende Ironie und Gesellschaftskritik in vordergründig wohlgefällig anmutende Texte und Kompositionen zu verpacken.

Es war ein gelungener Nachmittag. Die alten Lieder gefielen, ihr Humor zündete wie eh und je und den bienenfleißigen Künstlern war ein ebenso aufgeschlossenes wie dankbares Publikum beschert, das die Lieder der 20er- und 30er-Jahre überaus unterhaltsam präsentiert bekam. 

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