Mal flüsternd, mal jubelnd

Ulrike Güler und Mariska Nijhoff beeindrucken mit gefühlvollem Konzert

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Klarinettistin Ulrike Güler und Akkordeonspielerin Mariska Nijhof begeisterten das Publikum.

Dörverden - Ein Volltreffer war der Auftakt der von der Kreismusikschule Verden initiierten neuen Konzertreihe „Teachers und Friends“ auf dem Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden. Dort spannte das Duo Taksim den musikalischen Bogen von Klezmer über osteuropäische bis zu türkischer Musik. Da gab es Lieder voll Melancholie, Stücke, wo unter heiterer Oberfläche Tragik lauerte und unbeschwerte Tanzmusik.

„Ich heiße Sie herzlich willkommen und freue mich, dass so viele zu diesem Konzert an diesem wunderschönen Ort gekommen sind“, begrüßte die Leiterin der Kreismusikschule, Ulrike Petritzki, die Gäste zum Auftakt des sehr gut besuchten Konzerts unter Patenschaft der örtlichen KVHS-Leiterin Heike Henze.

Und dann lag nur noch Musik in der Luft als Ulrike Güler den Klang ihrer Klarinette mal in klagende, mal in schwungvolle Höhen schraubte und Musikschullehrerin Mariska Nijhof dazu ihrem Akkordeon die schönsten Melodien entlockte und teils mit schöner Stimme dazu sang. Die auffällige Spiellust des virtuosen Duos riss mit. 

Auf der imaginären Bühne näherten sich die Musikerinnen immer wieder an, warfen sich Blicke zu, und ihre Instrumente schienen fast den Kontakt zu suchen. Das Zusammenspiel von Akkordeon und Klarinette war perfekt. Die Instrumente sangen mal virtuos, mal schlicht, mal seufzten, mal schluchzten und mal flüsterten sie, um dann wieder in lauten Jubel auszubrechen. Unvergleichlich war das, was hier mit den Instrumenten gelang.

Ob einfühlsames Liebeslied, Ironie, Schneetanz oder die melancholische Geschichte über einen türkischen Altwarenhändler, der den Menschen als Hoffnungsträger diente, oder schwungvoller Crazy Waltz, die Musikerinnen verstanden es immer gekonnt, ihr Publikum durch die Gefühlswelt ihrer Musik zu führen, in der sich manchmal auch Melodien verschiedener Herkunft verbanden.

Zusehends ließ sich das Publikum anstecken von den Melodien, die Bilder ferner Länder und Kulturen heraufbeschworen. Und waren die Reaktionen bei den leisen Stücken eher zurückhaltend, so gingen die temperamentvollen Werke sofort ins Blut, sodass nicht nur die Füße sondern ganze Körper zuckten. Das Publikum ergab sich dem Zauber der Musik, lauschte gebannt und klatschte mit. Kurzum: Es war ein wunderbarer Abend – Wiederholung unbedingt erwünscht. 

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