Flüchtlingsunterkunft in Barme geplant

Fragen, Sorgen, Nöte – aber auch Mitgefühl

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Alexander von Seggern freute sich, dass bereits einige Bürger Bereitschaft zum Helfen signalisiert haben.

Barme - Fragen, Sorgen, Nöte, aber auch Mitgefühl für die Situation der Flüchtlinge: Dass acht Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus am Lönsweg in Barme in Kürze mit Flüchtlingen belegt werden, ist in der kleinen Ortschaft ein vieldiskutiertes Thema.

Der sehr gut besuchte Informationsabend der Gemeinde in Kooperation mit Landkreis und Caritas auf Initiative von Bürgermeister Alexander von Seggern hat vieles beantwortet und geklärt, aber auch manches offengelassen. Klar ist für die vielen Besucher: Sie müssen sich mit der Situation arrangieren. Die Flüchtlingsströme nehmen seit Sommer derart zu, dass der Druck auf die Kreisverwaltung hinsichtlich der Unterbringungsmöglichkeiten stetig wächst.

Noch sind keine Asylbewerber in die je vier Zwei- und Einzimmerwohnungen im Lönsweg in Barme eingezogen. Der Landkreis hat sie zum 15. Oktober angemietet. Die Wohnungen, so von Seggern, seien zurzeit noch nicht bezugsfertig. Das werde innerhalb der nächsten vier Wochen geschehen. Gemeinsam mit Karsten Bödeker, stellvertretender Fachdienstleiter Landkreis Verden, und Martin Brömme von der Caritas stimmte von Seggern die Bürger auf die nahende Herausforderung ein.

„Wir wissen nicht, wer zu ihnen kommt, ob Familien oder Alleinstehende, aber es sollen nicht mehr als maximal 20 Personen werden“, so Bödeker, der einen Überblick über die Flüchtlingszahlen im Landkreis gab. „Die Menschen werden nach Einwohnerzahl auf die Städte und Gemeinden verteilt, vorausgesetzt, es stehen Wohnungen zur Verfügung“, sagte er. Öffentliche Gebäude seien bislang noch nicht belegt worden, auch eine Beschlagnahme von Privaträumen gebe es nicht. „Wir denken, dass das auch in Zukunft kein Thema sein wird. Im Notfall könnte der Landkreis auf eigene Sporthallen zurückgreifen, aber noch sind wir zuversichtlich, dass das nicht geschieht.“

Für die Zukunft werde mit wöchentlich durchschnittlich 100 Neuankömmlingen im Landkreis gerechnet. „Eine Entspannung ist laut Auskunft aus dem Bundesamt für Immigration nicht in Sicht“, sagte Bödeker, und dass der Landkreis durch die minimale Vorlaufzeit von nur vier bis sieben Tagen keinerlei Steuerungsmöglichkeiten mehr habeBis Ende Januar müsste der Kreis noch an die 1400 Flüchtlinge aufnehmen und idealerweise kämen 88 davon in die Gemeinde Dörverden, sofern dort Wohnraum vorhanden sei.

Bürgermeister von Seggern verwies darauf, dass die Integration in der Gemeinde bislang sehr gut laufe, was vor allem auf die gute Vernetzung der beteiligten Behörden und Institutionen sowie auf das großartige Engagement von ehrenamtlichen Helfern zurückzuführen sei. „Es gab bislang im Grunde keine großen Probleme.“ Der Bürgermeister forderte auch die Barmer zum Engagement auf und bat, sich im Bereitschaftsfall zu melden.

Im Anschluss an die Veranstaltung habe er Gespräche mit Barmer Bürgern geführt, bei denen bereits einige Ideen auf den Tisch gekommen seien, teilte der Bürgermeister unserer Zeitung mit.

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