Hoffen auf die Sommersaison

Flaute im Sportboothafen des WSV

Margret Buse bei der Arbeit auf einer Rasenfläche.
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Auch die Grünanlagen und das Hafenbecken brauchen Pflege: Margret Buse übernimmt.

Dörverden – Gutes Wetter, das Boot im Wasser, der Tank gefüllt und ausreichend Zeit für einen Törn ist auch. Isolierter von anderen Menschen als auf dem eigenen Boot kann man sich kaum aufhalten – und trotzdem ist es den Eignern wegen der Pandemie kaum möglich, spontan ihre Freizeit auf dem Wasser zu verbringen. Corona trifft die hiesigen Skipper erneut mitten in den Vorbereitungen auf die Saison.

Betreten der Anlage nur für Mitglieder und unter Auflagen

„Für unsere Vereinsmitglieder ist der Betrieb und die Nutzung der Sportboote nur unter strengen Auflagen möglich“, erzählt Peter Schneider, Vorsitzender des Wassersportvereins (WSV) Dörverden, auf Nachfrage. So sei beispielsweise der Zutritt zum Boot nur mit maximal einer weiteren Person oder den Angehörigen des gemeinsamen Hausstandes unter Beachtung des Kontaktverbotes gestattet.

Sportboothafen für Gastlieger tabu

Erlaubt ist den Vereinsmitgliedern auch die Ausfahrt mit dem eigenen Boot sowie die Übernachtung im Sportboothafen, während für Gastlieger der bei Wassersportlern beliebte kleine Hafen an der Weser bis auf Weiteres tabu ist. Sollte also jemand einen der Gastliegeplätze ansteuern, wird Hafenmeisterin Margret Buse dem Skipper das Einlaufen verwehren.

Sanierung des Sanitärbereichs

„Wir haben leider auch gar keine Informationen darüber, wie und wann wir den Hafen für Gäste wieder öffnen dürfen“, bedauert Schneider. Weil auch das gesellige Vereinsleben wegen Corona immer noch brach liegt, nutzt er die Zeit, in der Schute, dem schwimmenden Vereinsheim, den Sanitärbereich auf Vordermann zu bringen.

Fahrten aus touristischen Gründen sind zu unterlassen

Da Schneider zudem regelmäßig Kontakt zu den Betreibern der umliegenden Sportboothäfen hält, weiß er, dass sich der WSV Dörverden noch in einer vergleichsweise guten Position befindet. „Andere Vereine sind selbst für die eigenen Mitglieder gesperrt, während wir unsere Boote, wenn auch stark eingeschränkt, so doch regelkonform nutzen können.“ Damit meint Schneider, dass die Vereinsskipper kleine Touren unternehmen, aber keinen Hafen ansteuern dürfen. „Was bei uns gilt, gilt anderswo natürlich auch. Gastlieger in Sportboothäfen sind unzulässig, die Versorgungseinrichtungen sind geschlossen und nicht verfügbar. Die Möglichkeit, das eigene Boot zu nutzen, ist deshalb stark eingeschränkt, und unsere Mitglieder sind angehalten, Fahrten aus touristischen Gründen zu unterlassen.“

Die Devise lautet: Ruhe bewahren

Die WSV-Skipper reagieren nach Aussage von Schneider größtenteils gelassen. Ruhe bewahren und gucken, wie sich die Situation langsam entspanne, laute jetzt die Devise, ergänzt Hafenmeisterin Margret Buse, die den Job ehrenamtlich bereits in der vierten Saison versieht. „Die meisten haben Verständnis für das Vorgehen, auch wenn sie natürlich am liebsten ablegen und losfahren möchten.“

Diverse Unterhaltungsarbeiten

Buse selbst hat trotz Corona und der virusbedingten „Betriebsflaute“ im Sportboothafen ausreichend zu tun. Die Anlage müsse von den Spuren des Winters befreit, quasi aufgehübscht werden. Das fängt beim Reinigen der Schute an und hört beim Rausfischen von Algen im Hafenbecken auf. Mit deutlich mehr Arbeit rechnet Buse, die während der Saison in einem Wohnwagen auf dem Vereinsgelände wohnt, aber in der Sommersaison, wenn, so ihre Hoffnung, sie auch Gäste wieder begrüßen darf, von denen sie nicht wenige seit Jahren kennt.

„Dann habe ich wieder alle Hände voll zu tun“, sagt Buse zuversichtlich. Zu ihren Aufgaben zählt dann neben der Einweisung in die Liegeplätze das Kassieren von Liegegebühren oder das Reinigen der Anlage – und natürlich auch ein Schwätzchen mit den Skippern.

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