Schöne, spektakuläre und witzige Kreationen blieben am Boden kleben

Flaute auf dem Drachenfest

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Viel Zeit zum Fachsimpeln blieb auf dem Platz am Ehmken Hoff.

Dörverden - Flaute am Himmel, Drachen teils an der Erde: Das Wetter passte nicht zum 10. Dörverdener Drachenfest am Wochenende. Nach dem optimalen Auftakt am Freitag, dem Anreisetag, blieb tags darauf der Wind zunächst sogar völlig aus. Erst ab dem späten Nachmittag waren die Bedingungen für die Drachenfreunde wieder besser und die bunten Kreationen konnten gen Himmel aufsteigen.

Ein bisschen schade war es natürlich, dass überwiegend nur ein ganz leises Lüftchen wehte. Leidtragende waren die rund 40 Drachenfreunde aus weiten Teilen des Bundesgebiets, die zum Drachenfest auf die Wiese zwischen Feuerwehrgerätehaus und Kulturgut Ehmken Hoff gekommen waren. Doch sobald Wind aufkam, tummelte sich auch flugs eine ganze Armada von unterschiedlichen Drachen am Himmel über Dörverden.

„Im Grunde genommen fliegt alles, selbst ein Klavier. Es muss halt nur ausreichend Wind herrschen“, sagte Harm-Dierk Otte vom Dörverdener Drachenteam. Doch genau daran haperte es über weite Strecken des Treffens, das Harm-Dierk Otte und Joachim Kruse mithilfe ihrer Familien auf der zwischen Feuerwehrgerätehaus und Kulturgut gelegenen Wiesenfläche organisiert hatten. Denn während der Freitag den Teilnehmern noch optimale Windverhältnisse bot, bescherte ihnen der Sonnabend die große Flaute, der das Drachensteigen teils zum Opfer fiel. Aber eben nur zum Teil, da den Teilnehmern auch der Sinn nach Fachsimpeln und geselligem Beisammensein stand. Auch galt es, die wunderschönen mitgereisten Drachen zu bestaunen: allesamt Eigenbauten, von denen viele auch bereits einen Preis bekommen haben oder sogar mit Meisterschaftsehren belegt sind.

Einige Teilnehmer ließen ihre Drachen trotz Flaute fliegen. „Es geht nur mit viel Laufen“, sagte Martin Völker und forderte seine Frau Inge gleichsam zu mehr Tempo auf. „Lauf Inge, lauf, schneller!“ Doch nur kurz brachte Inge das imposante Gemeinschaftswerk in die Luft.

Drachenfest in Dörverden

Drachenfest in Dörverden

In abwartender Haltung saß Lothar Marx vor seinem Wohnmobil und warf skeptische Blicke gen Himmel. „Da muss aber noch ordentlich was kommen“, brummte er, „ohne Wind wird es nichts.“

Seit vielen Jahren hat das Dörverdener Drachenfest einen festen Platz im Terminkalender des zweimaligen deutschen Meisters aus Köln. 130 Drachenmodelle hat er nach eigener Aussage in 16 Jahren angefertigt, und zwar „passend für jeden Wind“. · nie

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