Fiktive Stadt im Drübberholz: Pfadfinderprojekt jährt sich zum 15. Mal

Erfahrene Zzongstedter stehen Neubürgern zur Seite

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Arbeitslosigkeit gibt es in Zzongstedt nicht: In den Zzebs ist immer etwas zu tun.

Drübber - In Drübber leben derzeit Jugendliche nach ihren eigenen Regeln. Die fiktive Stadt Zzongstedt hat 50 Einwohner, ein eigenes Parlament, ein Grundgesetz, ein Bürgerzentrum, eine Hauptstraße, Ortsschilder und auf der täglichen Vollversammlung wird alles Wichtige besprochen und gemeinsam abgestimmt: Zum Beispiel, wer für einen Tag Bürgermeister sein soll – der wird nämlich täglich neu gewählt. In diesem Jahr wird das Projekt Zzongstedt, organisiert vom Bund Deutscher Pfadfinder (BDP), 15 Jahre alt.

Im Tagungshaus Drübberholz, das sich auch in diesen Herbstferien wieder in die fiktive Ortschaft verwandelt hat, öffnet jeden Morgen das Arbeitsamt und bietet verschiedene Jobs in Zzongstedts eigenen Betrieben (Zzebs) an, bei der eigenen Zeitung zum Beispiel, oder im Film- und Tonstudio sowie im künstlerisch-kreativen Bereich.

Eine eigene Währung gibt es in Zzongstedt natürlich auch, die Zzongs und halben Zzongs, Zzongies genannt. Erstmals in diesem Jahr erhalten alle Erwerbstätigen am Abend den gleichen Lohn.

„Zzongstedt ist wie eine richtige Stadt strukturiert“, berichtet Kerstin Werner, Jugendbildungsreferentin beim BDP und Organisatorin des jährlichen Spektakels. Werner ist eine von zwölf Betreuungskräften.

Diesmal, so berichtet sie, seien besonders viele junge Helfer mit dabei. Jugendliche, die im vergangenen Jahr selber noch Teilnehmer waren. Sie leiten jetzt eigene Zzebs, erleben mit den Teilnehmern Abenteuer im Wald oder betätigen sich kreativ: Beispielsweise kommt in diesem Jahr ein Workshop mit Schablonenkunst aus dem Bereich Street-Art besonders gut bei den Jugendlichen an. Werner: „Es sind viele langjährig erfahrene Zzongstedter dabei, die die Neuen unterstützen“, lobt sie. Außerdem rotierten die Arbeitsbereiche und Workshops in Zzongstedt, sodass jeder Teilnehmer die Möglichkeit habe, sich in den verschiedenen Bereichen auszuprobieren, Fertigkeiten zu entdecken oder auch Neues kennen zu lernen. Kurzum: Es waren wieder abwechslungsreiche Tage, in denen Jugendliche und Erwachsene zusammen arbeiteten, diskutierten, sich austauschten oder einfach auch nur Spaß miteinander hatten. Am Samstag, 31. Oktober, steht die fiktive Stadt auch für Interessierte offen. Von 14 bis 16 Uhr werden die Ergebnisse der Projektwoche vorgestellt.

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