Familienmensch und Frohnatur

Giesela Schalitz feiert ihren 90. Geburtstag

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Ortsvorsteher Richard Logies und Bürgermeister Alexander von Seggern (v.l., Bild bitte vergrößern) kamen bei Jubilarin Giesela Schalitz auf einen kleinen Geburtstagsplausch vorbei.

Dörverden - Mit 90 Jahren steckt sie noch voller Humor und Lebensfreude: Giesela Schalitz aus Dörverden ist eine wahre Frohnatur. Glücklich sitzt sie in ihrem Wohnzimmer, umgeben von ihren Liebsten. Die Familie ist für sie das A und O. „Meine Kinder sind immer für mich da“, erzählt sie stolz. Stolz kann sie aber auch auf sich selbst sein, immerhin ist hier die Rede von elf Kindern.

Am Sonntag hat sie im engsten Familienkreis ihren runden Geburtstag gefeiert: „Das war ein schöner Tag, meine Kinder, Enkel und Urenkel waren da.“ Ihre Enkelkinder überraschten sie mit einer Gesangseinlage vom Capstan Shanty-Chor aus Bremen. Und als Überraschungsgast kam Pastor Klaus Bieber, ein Freund der Familie, vorbei. Und gestern wurde nochmal gefeiert, bei Kaffee, Sekt und Schnittchen ließ die Jubilarin den Tag ruhig im trauten Heim ausklingen.

Giesela Schalitz lebt mit ihrem Sohn und zwei Katzen zusammen. In ihrer Freizeit liest sie gerne Liebesromane und spielt Karten mit ihren Kindern. Wie wichtig ihr der Familienzusammenhalt ist, betont sie immer wieder: „Schon damals haben wir alles zusammen gemacht, auch die Hausarbeit, alle mussten ran, selbst die Jungs. Und die Verdener Aller-Zeitung haben wir in den 60er-Jahren lange gemeinsam ausgetragen.“ Bei Wind und Wetter sind sie aufs Rad gestiegen und sorgten dafür, dass die Dörverdener ihre Zeitung pünktlich bekamen.

Vollzeit-Mutter hat auch sonst viel zu tun gehabt

Neben ihrem Vollzeitjob als Mutter habe sie immer gearbeitet: „Ich habe hier zu Hause Tanzbänder selber verarbeitet und auch dabei haben mir meine Kinder geholfen. Dann war ich noch hier und da als Küchenhilfe angestellt und auch in der Landwirtschat tätig.“

Es seien damals andere Zeiten gewesen. Selbst die Wäsche habe die Dörverdenerin noch lange Zeit auf einem Waschbrett selbst geschrubbt, erst in den 70er-Jahren habe sie ihre erste eigene Waschmaschine bekommen.

Ihr Mann ist leider bereits verstorben, ihr Kennenlernen wird Giesela Schalitz aber nie vergessen: „Das war im Winter 1945. Er hatte eine Bäckerei. Wir haben dort ausgeholfen und dafür umsonst Brot bekommen.“ Das war im Harz – und auch als das Ehepaar bereits in Dörverden wohnte, zog es sie immer wieder dorthin zurück: „Ich reise sehr gerne, einfach ab ins Auto und los“, erzählt sie lachend. Und sie hat noch Träume: „Wie gerne würde ich mal eine Kreuzfahrt machen.“

wll

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