Erstaunlicher ehrenamtlicher Einsatz von Hermann Fahrenholz

Mehr als 60 Jahre engagiert

Hermann Fahrenholz vor einem Teil seiner zahlreichen Auszeichnungen.
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Hermann Fahrenholz vor einem Teil seiner zahlreichen Auszeichnungen.

Wahnebergen - Ob im Altenheim, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in der Schule oder im Sportverein: Die Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren, sind fast unbegrenzt. Auch wenn manche für ihre Tätigkeiten ein kleines Taschengeld erhalten, setzt sich der Großteil der 23 Millionen Ehrenamtlichen in Deutschland ein, ohne einen Cent dafür zu bekommen. So auch der 79-jährige Hermann Fahrenholz aus Wahnebergen, der sich seit mehr als 60 Jahren ehrenamtlich engagiert.

Begonnen hat alles im April 1951, als er in die damalige Pflichtfeuerwehr Wahnebergen eintrat. 1957 wechselte er in die Freiwillige Feuerwehr, deren Gründungsmitglied er war. Auch an der Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahre 1973 war er beteiligt.

Bis heute ist Fahrenholz bei den Brandschützern aktiv, seit 1995 in der Seniorenabteilung der Wehr, die er 1986 ins Leben rief. Dort ist er auf Gemeinde- und Kreisebene seit 1995 Seniorenbeauftragter.

Im aktiven Dienst war er von 1957 bis 1963 stellvertretender Gemeindebrandmeister der Gemeinde Wahnebergen, dann bis zur Gebietsreform 1972 Gemeindebrandmeister. Nach der Gebietsreform von 1976 bis 1983 stellvertretender, dann bis 1995 Gemeindebrandmeister.

Doch damit ist noch lange nicht Schluss: Er war 1992 Mitbegründer der Kleiderkammer und leitete sie 23 Jahre als Zeugwart. Weitere Tätigkeiten waren zehn Jahre stellvertretender Gemeindesicherheitsbeauftragter, 19 Jahre Grundausbilder der Gemeinde und 37 Jahre Wertungsrichter im Kreisfeuerwehrverband.

Für sein außergewöhnliches Engagement erhielt er insgesamt sechs Auszeichnungen, unter anderem als das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold im Jahre 1996. Seit 2011 ist er Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Wahnebergen.

Wer nun glaubt, mit den Tätigkeiten im Feuerwehrwesen sei Fahrenholz genügend ausgelastet gewesen, der täuscht sich gewaltig: Er engagiert sich bis heute noch teilweise als Geschäftsführer des Friedhofs Wahnebergen. Seit 1951 ist er Mitglied im Schützenverein und immer noch aktiver Sportschütze. Dort war er jahrzehntelang im Vorstand unter anderem Kassenwart, Schießwart, zweiter Vorsitzender und maßgeblich am Neubau des Schießstandes beteiligt. Vier Mal errang er auch die Königswürde.

Seinem Hobby, als Jäger auf die Pirsch zu gehen, seit 1967 ist er im Besitz des Jagdscheins, geht Fahrenholz aus Gesundheitsgründen nur noch selten nach.

Im Sportverein war er mehr als 30 Jahre aktiver Fußballer. Sehr am Herzen liegt ihm noch heute die Nachbarschaftshilfe.

„Mit haben all diese Tätigkeiten immer Spaß gemacht, wenn es auch manchmal nicht einfach war“, sagt Fahrenholz. Der 79-Jährige weiß: „Natürlich geht so ein Engagement nur, wenn der Partner dafür Verständnis hat und einen unterstützt, wie meine Frau, der ich herzlich dafür danke.“ Er wünsche sich, dass sich auch in Zukunft noch viele junge Menschen für ein Ehrenamt entscheiden, und sich vor allem nicht nur kurzzeitig engagieren.

kt

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