Erneut verheddert sich ein Tier in einer Schnur / Feuerwehr und DLRG helfen mit

Schwan erfolgreich gerettet

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Die Versuche der Feuerwehr, den Schwan von einem Schlauchboot aus einzufangen, scheiterten. Später konnte das Tier mit einem Wurfnetz vom DLRG geborgen werden.

Stedebergen - Um ein Tier aus einer Notlage zu befreien, mussten am Mittwochnachmittag Einsatzkräfte von Ortsfeuerwehr und DLRG ausrücken. Bereits vor wenigen Wochen hatte sich auf dem See ein Schwan in einer Angelschnur verheddert. Nun war es wieder passiert und das Tier konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien.

Am Mittwochnachmittag hatten aufmerksame Camper am Landwehrsee in Stedebergen die Schwanenfamilie beobachtet und festgestellt, dass der Fuß des männlichen Tieres in einer Angelschnur gefangen war. Um die Schnur hatten sich bereits so viele Algen gewickelt, dass sämtliche verzweifelten Flugversuche des Vogels zum Scheitern verurteilt waren.

Die Camper riefen daraufhin bei Dietrich Zach von der Dörverdener Nabu-Gruppe an, der wiederum die Ortsfeuerwehr Wahnebergen informierte. Mit Unterstützung der Ortsfeuerwehr Verden wurde die Rettungsaktion in Gang gesetzt.

Der am Ufer schwimmende Schwan kam allerdings immer nur so weit heran, dass er für die Einsatzkräfte unerreichbar blieb. Also wurde ein Ruderboot zu Wasser gelassen, zwei Camper kamen mit einem Boot zu Hilfe. Gemeinsam versuchten sie nun, den Schwan in die Enge zu treiben und zu fangen, aber der war stets einen Tick schneller als seine Verfolger. Gegen 18 Uhr wurde dann noch das Team der DLRG Verden alarmiert, das mit einem Motorboot und Schwimmern in Neoprenanzügen ausrückte.

Der Schwan konnte zwar mehrmals dem Wurfnetz, das vom Motorboot aus über ihn geworfen werden sollte, ausweichen, doch irgendwann hat es dann doch geklappt.

Die Angelschnur, so die Schwanenretter, habe sich oberhalb der Schwimmhaut des Fußes um den Schwan herum gewickelt und seinen rechten Fuß auf dem Rücken fixiert. „Er scheint sich aber nicht verletzt zu haben“, so der Eindruck der DLRGler, da das Tier, nachdem es von der Nylonschnur und Algen befreit worden war, sichtlich entspannt die wieder gewonnene Bewegungsfreiheit genossen habe und rasch fortgeschwommen sei.

Schwan verheddert sich in Anglerschnur

Im Namen der Nabu- Gruppe bedankte sich Zach für die Unterstützung durch Feuerwehr und DLRG. Zach sagte, dass es durch Angelzubehör häufiger zu Verletzungen in der Tierwelt komme. „Die Angler machen das nicht absichtlich, aber es wäre doch schön, wenn sie ein bisschen aufmerksamer wären, da sich die Tiere in den meisten Fällen nicht selbst befreien können.“ Nicht alle dieser Notfälle endengut. Zach: „Immer wieder verenden Wasservögel auch an Angelhaken, die sie verschlucken. Dass Haken oder Schnüre beim Angeln abreissen, ist nichts ungewöhnliches. Allerdings sollten die Angler versuchen, sie einzusammeln.“

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