Erfindung des Barmers Peter Ristau / Ein „Lastenesel“ für lange Gegenstände

„Der Wobby wuppt das“

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Den Prototyp des „Wobby“ hat Peter Ristau aus zwei Sackkarren im Keller seines Hauses gebaut.

Barme - Peter Ristau aus Dörverden-Barme ist Zimmermeister und ein begeisterter Tüftler. „Mir macht es Freude, Dinge voranzubringen und zu entwickeln“, bringt er seine Leidenschaft zum Ausdruck. Auf seine bislang vielleicht spektakulärste Erfindung, den Wobby, ein Transportwagen für lange Gegenstände, der von einer Person alleine bedient werden kann, hat der Handwerksmeister sogar ein eingetragenes Patent.

Es gibt Menschen, die werden als Tüftler bereits geboren. Peter Ristau aus Dörverden-Barme ist ein solcher Mensch. Schon als Kleinkind hat er gerne gebastelt, als Jugendlicher dann so manches aus Legosteinen konstruiert. Der Hang zum Tüfteln ist bis heute geblieben. „Die Not hat mich auf die Idee für den Wobby gebracht“, erzählt Ristau, der ohnehin immer wieder durch Ideenreichtum und Kreativität auffällt. „Wenn ich lange Balken transportieren musste, brauchte ich früher immer einen zweiten Mann oder musste mir umständlich behelfen. Das war ich irgendwann leid und beschloss, den Wobby, zu entwickeln.“ Das sei 2008 gewesen, berichtet Ristau, der den Prototyp im Keller seines Wohnhauses gebaut hat.

„Nee, vorab großartig gezeichnet habe ich die Pläne für den Prototyp nicht. Den ersten Wobby habe ich peu à peu gemäß meiner Vorstellung aus zwei Sackkarren gebaut, über einen langen Zeitraum im Einsatz in meinem Betrieb auf Herz und Nieren getestet und dabei auch immer wieder optimiert.“ Dabei kam es Ristau vor allem auf einfaches Handling und Leichtigkeit des Klappwagens an. „Der Wobby wiegt nur 43 Kilogramm, kann aber Lasten von über 300 Kilogramm transportieren“, so der Handwerksmeister, der auch den eingetragenen Markennamen „Wobby“ auf dessen kraftvollen Eigenschaften zurückführt. Ristau schmunzelnd: „Der Wobby wuppt das.“ Denn wenn weder Kran noch Gabelstapler oder helfende Hände vorhanden sind, ist der Wobby eine kraft- wie zeitsparende Hilfe.

Um die Arbeitsweise zu verdeutlichen, hat Ristau inzwischen auch einen Imagefilm drehen lassen, der über die Firmenhomepage der Zimmerei www.zimmermann-ristau.de abrufbar ist und der die Vielseitigkeit der Erfindung gut erkennen lässt.

In die Entwicklung des Wobby hat Ristau rund 15000 Euro investiert, der Produktionsstart ist nach der Abnahme durch den Tüv für die zweite Jahreshälfte 2015 vorgesehen. Gebaut werden soll der Wobby dann von einem Transportwagenhersteller in NRW und zwar jeweils nach vorheriger Bestellung. Ristau hofft natürlich, dass der kleine, rückenfreundliche Lastenesel in Handwerkerkreisen auf reges Interesse stößt. Er ist schließlich ausgiebig erprobt und aufgrund von Kundenfeedback immer wieder weiter entwickelt und verbessert worden.

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