Westener Kinder schnuppern beim Lohmannshof in den Betrieb

Einsatz der Mini-Erntehelfer

Die Knollen müssen von Schmutz und Wurzeln befreit werden. Praktikant Julien Zabel zeigt, wie es geht.

Westen – Ausgesprochen engagierte Unterstützung hatten gestern die Mitarbeiter des Lohmannshofes in Westen. Zahlreiche Mini-Erntehelfer wuselten über das Gelände des Bio-Betriebes, putzten Lauchstangen, sortierten Sellerieknollen und polierten Kürbisse auf Hochglanz. „Vom Hof auf den Teller“ heißt das Projekt, bei dem Kinder landwirtschaftliche Vorgänge kennenlernen. Diesmal war es die „Rote Gruppe“ des Kindergartens Westen, die das lehrreiche Angebot wahrnahm.

Organisiert werden die Projekte von Neua, dem Förderverein für Nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und Agrarwirtschaft. Für den Verein im Einsatz war Lisa Paulsen, die den Kindern die verschiedenen Vorgänge auf dem Betrieb erklärte. Dessen Produkte kennen die Kleinen allerdings schon lange: „Wir bieten in unserem Kindergarten seit einigen Jahren ein gesundes Frühstück an, für das wir alle Produkte vom Lohmannshof beziehen“, berichtet Erzieherin Yvonne Bormann. Nun aber zu sehen, wo die Leckereien herkommen, sei etwas ganz Besonderes für die 23 Kindergartenkinder.

„Es ist ein aufregender Tag. Das ging ja schon morgens los, als wir in den Bus gestiegen sind, der uns zur Gemüse-Lagerhalle brachte. Viele Kinder sind heute zum ersten Mal Bus gefahren“, erzählt Bormann, die von ihrer Kollegin Anja Sass unterstützt wurde, schmunzelnd. Als sich die erste Aufregung über die ungewohnte Anreise gelegt hatte, folgte direkt das nächste Highlight: der Gang durch die riesige, dunkle Kartoffel-Lagerhalle. Da machten die jungen Besucher große Augen.

Besonders viel Spaß bereitete es ihnen aber, mithelfen zu dürfen. Beim Putzen des Knollenselleries arbeiteten alle sehr konzentriert. Der Gründer des Betriebes höchstpersönlich, Ehler Lohmann, überwachte die Aktion und sparte nicht mit Lob für die kleinen Erntehelfer.

Auch Lauch und Kürbisse wurden an diesem Tag verkaufsfertig gemacht. Ebenso manches Gemüse, das die Kinder nicht sofort identifizieren konnten, wie Rote und Gelbe Bete oder Steckrüben. Klar, dass die frischen Feldfrüchte in der Frühstückspause erst einmal verkostet werden mussten. Nicht alles schmeckte jedem, aber probieren wollten alle. Zum Abschluss des Tages ging es direkt auf den Acker, wo die Kinder Mohrrüben direkt aus der Erde ziehen konnten.

Heute wird Lisa Paulsen noch einmal in den Kindergarten kommen. Dort wollen alle gemeinsam aus der Ernte eine Suppe kochen.  rei

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