Militär und zivile Organisationen kooperieren

Wasserübungen: Auf Schiffsunglück folgt heftige Explosion

Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling (Mitte) sowie der Kreisbereitschaftsführer und Barmer Ortsbrandmeister Joachim Schmidt (r.) koordinieren den Einsatz der Feuerwehrkräfte. - Foto: Niemann

Barme - Es war einiges los am Sonnabend auf dem Wasserübungsplatz des THW in Dörverden-Barme. Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Militär sowie Dutzende Einsatzkräfte prägten das Bild rund um das weitläufige Areal auf beiden Seiten der Weser.

Am Tag zuvor war die einwöchige Cimic-Übung „Joint Cooperation 2017“ gestartet, der ein ausgefeiltes Übungsszenario zugrunde liegt. Cimic steht für „civil-military co-operation“ und meint die Zusammenarbeit von staatlichen oder nicht staatlichen zivilen Organisationen mit denen der militärischen Verteidigung.

Angesiedelt im fiktiven „Framland“, sind Fluchtbewegungen in der Region, Naturkatastrophen oder Demonstrationen die größten Herausforderungen, die die Teilnehmer aus über 20 Nationen, flankiert von lokalen Beteiligten, zu bewältigen haben. Es gilt, die Lage zu entspannen, Konflikte zu beseitigen und so den betroffenen Bewohnern Framlands zu helfen.

Das erste Rollenspiel in der Gemeinde war gleichzeitig eine Übung in der Übung: Auf dem Wasserübungsplatz der THW-Bundesschule in Dörverden-Barme haben am Sonnabend Feuerwehr und Militär die enge Zusammenarbeit während eines schweren Schiffsunglücks geprobt. Einsatzkräfte von Feuerwehrtechnischer Zentrale, Ortsfeuerwehr Verden (Trupp zur Ölbekämpfung) sowie die Ortsfeuerwehren Barme, Stedorf, Dörverden und Westen waren vor Ort, um nach der Havarie einer Schute mit einem Gastankschiff im Bereich des alten Hafens in Barme eine Ausbreitung des Ölfilms auf der Weser zu verhindern. Es bestand außerdem das Risiko, dass weitere Gefahrenstoffe in die Weser fließen würden.

Zweites Szenario: Brandbekämpfung nach Explosion

Als zweites Szenario stand die Brandbekämpfung nach einer heftigen Explosion im alten Wasserwerk auf dem Plan. „Hier muss ein Vollbrand gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Gebäude verhindert werden. Aussagen über Verletzte oder Tote können zunächst nicht gemacht werden. Auch Umfang und Art der Kontamination der Umwelt und die Gefährdung für Mensch und Tier sind noch gar nicht absehbar“, skizzierten Kreisbrandmeister Heinz-Hermann Fehling und Kreisbereitschaftsführer Joachim Schmidt die Übungslage.

Auch zahlreiche militärische Teilnehmer waren vor Ort. Sie waren als Beobachter eingesetzt und hatten die Gesprächsaufklärung der Zivilbevölkerung übernommen. Außerdem wurden vom international besetzten Reconnaissance-Team alle wichtigen Infos zur Lage vor Ort zusammengetragen.

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