Neuer Eigentümer weist auf Gefahrenbereich des ehemaligen Rüstungsbetriebs hin

Eibia-Gelände bei Drübber mit Warnschildern gekennzeichnet

Ein neues Schild an einer Zufahrt zum Eibia-Gelände.

Dörverden - Grundsätzlich dürfen Bürger Waldgebiete und die freie Landschaft betreten und sich dort erholen. Dieses Betretungsrecht für jedermann ist aber einzuschränken, wenn es entsprechende Gründe gibt. Auf ein solches Betretungsverbot weisen in der Gemeinde Dörverden aktuell Warnschilder für die sogenannten Eibia-Flächen des ehemaligen Rüstungsbetriebs an der B 215 in Drübber hin.

Das Aufstellen der Schilder hat der Eigentümer, die Eickhofer Heide GmbH & Co. KG, in diesen Tagen veranlasst. Geschäftsführer Jens Jacobi erklärt dazu laut einer Pressemitteilung der Gemeinde Dörverden: „Die Ergebnisse der historischen Erkundungen dieser Flächen liegen vor. Eine Beschilderung, die vor möglichen Gefahren warnt, gab es bisher aber noch nicht.“ Mit den Schildern komme der Eigentümer also nun lediglich seiner Verpflichtung nach, an den Zugängen auf diesen Umstand hinzuweisen. Immerhin war das Gelände Standort für den mit Abstand größten Rüstungsbetrieb für Schießpulver und andere chemische Produkte im Landkreis.

Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern weiß, dass die Flächen bisher gerne zur Naherholung genutzt wurden, obwohl die Geschichte der Anlage vielen Menschen vor Ort bekannt sein dürfte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass aufgrund der Beschilderung bereits Unverständnis für das Betretungsverbot geäußert wurde. „Wichtig ist für mich zunächst die Feststellung, dass es sich nicht um eine neue oder bisher nicht bekannte Gefahrenlage handelt. Letztlich liegt es für mich nachvollziehbar in der Verantwortung des Eigentümers, Menschen vor dem Betreten der Flächen zu warnen, die sich sonst vielleicht unwissend und damit arglos in Gefahr begeben würden.“

„Unser Ziel ist es, für das gesamte Gelände in Abhängigkeit von den jeweiligen Untersuchungsergebnissen so schnell wie möglich Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, soweit notwendig“, ergänzt Jacobi mit zuversichtlichem Blick in die Zukunft. Weitere Untersuchungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Fachingenieuren, Behörden und nicht zuletzt dem Fachministerium. Nach Beendigung der Maßnahmen sei nach schrittweiser Wiederaufforstung durch den Eigentümer dann auch wieder eine Nutzung als klassisches Waldgebiet zur Naherholung vorstellbar.

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